TEH Kräuterschaugarten

Auf einer brachliegenden Fläche zwischen Mühlbach und Auwald startete die Gemeinde Weinburg ein Projekt zur Präsentation von Naturkräutern. Durch eine Vielfalt von Themengärten wird ein Erlebnis mit allen Sinnen für alle Generationen möglich gemacht.
Zur Präsentation sowie für Bildungs- und Kulturveranstaltungen wurde im Zentrum ein Steinkreis in Manegeform errichtet sowie die Anlage eingezäunt, um Wildverbiss zu vermeiden. Die Anlage ist allerdings grundsätzlich jederzeit für Alle geöffnet. Die neu errichtete Kräuterhütte dient einerseits als Schulungsraum und andererseits auch als Produktionsstätte für div. Kräuterartikel (Salben, Teemischungen, …)
Eine Broschüre wurde erstellt sowie Schautafeln für die einzelnen Themenfelder konzipiert und Hinweisschilder installiert.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

Im Herbst 2016 startete die Gemeinde auf einer brachliegenden Fläche zwischen Mühlbach und Auwald das Projekt Kräutergarten. Dazu wurden entsprechende Erdbewegungsarbeiten vorgenommen, um unterschiedliche Biotopformen zu schaffen. Im Zuge der Planungsarbeiten stießen wir auf die Richtlinien der TEH® Heilkräuterlehre (Traditionelle Europäische Heilkräuterlehre). Es erschien uns sinnvoll, den Kräutergarten nach dieser Heilkräuterlehre zu gestalten, damit in diesem Auwaldbereich, uraltes, tradiertes Kräuterwissen gesammelt, dargestellt und weitergegeben werden kann.

Ziele des Projekts

Alle Menschen, die an Gesundheitsthemen und an traditionellem Heilkräuterwissen interessiert sind, können von diesem Projekt profitieren. Es soll in dieser neu gestalteten Anlage inmitten von natürlichem Auwaldbereich ein Stück kulturelles Erbe revitalisiert und öffentlich zugänglich gemacht werden. 
Zertifizierte Kräuterpädagoginnen können den Schaugarten für Kurse und Führungen nutzen. 
Der Schaugarten liegt direkt am Pielachtal-Radweg und so kommen hier viele Menschen vorbei. Mithilfe des kostenlosen Folders und der Schautafeln kann sich jeder selbst informieren oder einfach die Natur genießen.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

  • Auflegen eines Infofolders
  • Anbringen von Infotafeln zu den Themengärten
  • Errichtung einer Hütte für Kräuterkurse
  • Errichtung einer Steinarena für Außenveranstaltungen
  • qualifizierte Begleitung und Beratung

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

  • 1.400 Infofolder wurden bereits ausgegeben oder im Garten entnommen
  • 3 Kräuterpädagoginnen stehen für Kurse zur Verfügung
  • 20 Veranstaltungen und Kurse haben bereits im ersten Jahr stattgefunden
  • mind. 150 Personen haben ihr Kräuterwissen erweitert

Die wichtigsten Lernerfahrungen

  • Es ist wichtig Fachexpertinnen bzw. Fachexperten heranzuziehen
  • Wir legen Wert auf Zertifizierungen und Vernetzung (z.B. TEH)
  • Die Pflege eines Gartens erfordert vor allem in den ersten Jahren einen hohen Zeit- und Arbeitsaufwand. Gut ist es, wenn es gelingt, die lokale Bevölkerung mit ins Boot zu holen und für die Idee zu begeistern (Bsp: Pflegepatenschaften)
Schwerpunkte
Bildung, Sensibilisierung und Wissenstransfer
Gemeinwohl, Soziales und Daseinsvorsorge
Ländliche Wirtschaft / KMU
Naturschutz
Tourismus
Umwelt und Biodiversität
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
01.01.2016 - 01.01.2017
Projektregion
Niederösterreich
Maßnahme im Programm
M19 Leader
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
108.000,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
74.995,20€
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