Tiroler Brutvogelatlas
Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen
Bei der Erstellung des Österreichischen Brutvogelatlas (ÖBVA) von 2013-2014 durch BirdLife Österreich stellte sich heraus, dass Tirol, wie schon beim ersten Österreichischen Brutvogelatlas von 1981-1985, nur unzureichend erfasst werden würde. Selbst bei häufigen Vogelarten traten in den ersten zwei Erhebungsjahren erhebliche Lücken auf und es wurden keine realistischen Verbreitungsbilder der Brutvogelarten in Tirol wiedergegeben. Aufgrund dieser Datenmängel (vor allem bei Gebirgsvogelarten) wurde im Frühjahr 2014 ein eigener Tiroler Brutvogelatlas unter der Federführung des Land Tirol in Kooperation mit BirdLife Österreich gestartet.Ziele des Projekts
Unter der Einbeziehung verschiedener Datenquellen und ergänzender Zusatzerhebungen soll eine vollständige und systematische Bearbeitung der Verbreitung der Brutvögel Tirols bis Ende 2018 ermöglicht werden. Damit können Wissensdefizite über das Vorkommen geschützter und vielfach bedrohter Vogelarten (Rote Liste Arten) beseitigt und die Verpflichtungen entsprechend der EU-Vogelschutzrichtlinie erfüllt werden. Die gesammelten Informationen, über die Verbreitung und den Brutstatus der Brutvögel Tirols, können in weiterer Folge als Basis für die Naturschutzarbeit und weiteren Analysen (z.B. Habitateignung) zur Verfügung stehen.
Das Vorhaben dient in weiterer Folge…
- der Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung von Brutvogelarten Tirols bzw. deren Lebensräume.
- der Verbesserung des Wissensstandes über Verbreitung und Bestand dieser nach der EU-Vogelschutzrichtlinie geschützten Brutvogelarten Tirols bzw. deren Lebensräume.
Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen
Der Tiroler Brutvogelatlas setzt sich aus der Verwendung verschiedener Datenquellen der Jahre 2010 – 2017 zusammen, welche mit einer einheitlichen Methode erfasst werden.Folgende Datenquellen werden für den TBVA im Wesentlichen herangezogen:
- Österreichischer Brutvogelatlas (Datenaustauschvertrag mit Land Tirol)
- Avifaunistische Grundlagenerhebungen im Oberland, Unterland und in Osttirol
- Pilotphase des Brutvogelatlas in Reutte
- Ornithologische Grundlagenkartierung Naturpark Karwendel
- Ornithologische Grundlagenkartierung Naturpark Ötztal
Im Rahmen des Vorhabens soll eine flächendeckende Darstellung über die Verbreitung der in Tirol vorkommenden Brutvögel auf Basis von 10 x 10 km Rasterflächen (Atlasquadranten) erfolgen. Dabei wird versucht, möglichst alle im jeweiligen Gebiet vorkommenden Vogelarten zu erfassen und den Brutcode (möglicher, wahrscheinlicher, sicherer Brutvogel) zu ermitteln. In weiterer Folge werden die Häufigkeiten und die Lebensraumeignung der verschiedenen Brutvogelarten kartiert.
Im Jahr 2014 wurde für die Umsetzung des Tiroler Brutvogelatlas ein Datennutzungs- und Kooperationsvertrag mit BirdLife Österreich abgeschlossen um eine gegenseitige Datennutzung zu gewährleisten.
