Wachauschaf

In der Wachau findet man etwa 60 ha naturschutzfachlich hochwertige Trockenrasen und Wiesenflächen. Ein Teil davon wäre für Beweidung geeignet. Um diese Trockenrasen zu erhalten, werden die Flächen regelmäßig gemäht und das Mähgut entfernt. Da es sich meist um schwer zugängliche und steile Flächen handelt, müssen diese per Hand gemäht werden. Derzeit wird mit Hilfe von professionellen Landschaftspflegefirmen und Freiwilligen jährlich ca. 1/3 der Flächen gepflegt.

Eine Alternative zur händischen Pflege wäre Schafbeweidung. Der Verein Welterbegemeinden Wachau, die Abteilung Naturschutz des Landes Niederösterreich und Blühendes Österreich haben sich zum Ziel gesetzt, einen landwirtschaftlichen Betrieb bei der Umsetzung einer extensiven Schafbeweidung in der Wachau und im Naturpark Jauerling-Wachau zu unterstützen, indem ein Umsetzungskonzept für die Beweidung erstellt wird und betriebswirtschaftliche Aspekte beleuchtet werden.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

Die etwa 60 ha Trockenrasen und Wiesenflächen beheimaten seltene Pflanzen, wie zum Beispiel das Echte Federgras, Große Kuhschelle oder die verschiedensten Orchideenarten, aber auch seltene Tiere, wie die Sägeschrecke. Jährlich werden davon 20-25 ha einerseits durch professionelle Landschaftspflegefirmen und andererseits durch Freiwillige (Wachau Volunteers, Verein Lanius) gepflegt. Optimal wäre eine jährliche Pflege aller Naturschutzflächen, um die fortschreitende Verbuschung zu stoppen und die wertvollen Flächen langfristig zu erhalten.

Auch im Naturpark Jauerling-Wachau ist die Bewirtschaftung mancher Wiesenflächen nicht mehr sichergestellt. Im Zuge dieses Projektes wird ein Umsetzungskonzept erarbeitet, um die Rahmenbedingungen für die Beweidung abzuklären und die Voraussetzungen für einen auf Landschaftspflege spezialisierten, naturschutzfachlich ausgerichteten Schafbetrieb zu prüfen. Idealerweise wird dadurch ein Betrieb gefunden, der langfristig kooperieren und die wertvollen Flächen in der Wachau und am Jauerling mit Schafen beweiden will.

Ziele des Projekts

In Kooperation mit der Naturschutz-Abteilung des Landes Niederösterreich und Blühendes Österreich soll ein landwirtschaftlicher Betrieb unterstützt werden, eine extensive Schafbeweidung in der Wachau und im Naturpark Jauerling-Wachau zu etablieren. Als Leitfaden dafür wird ein Umsetzungskonzept für Schafbeweidung in der Region erstellt. Es soll eruiert werden, was für einen funktionierenden Beweidungsbetrieb notwendig ist und welche Flächen dafür in Frage kommen bzw. benötigt werden. Dieses Projekt beinhaltet auch die Suche nach einem geeigneten Betrieb. Als Ergebnis kann auch festgestellt werden, dass eine Beweidung der Flächen nicht realisierbar ist oder es keine interessierten Betriebe gibt.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

Alle potentiellen Flächen in der Wachau und im Naturpark Jauerling-Wachau werden erhoben und bewertet, ob sie sich als Weidefläche oder zusätzliche Futterfläche eignen. Zusätzlich wird geprüft, welche Förderungen bei Beweidung der Flächen verfügbar sind. Unter Einbindung von ExpertInnen und Stakeholdern wird ein Konzept für eine Schafbeweidung in der Region erarbeitet. In Abstimmung mit dem Verein Welterbegemeinden Wachau und dem Naturpark Jauerling-Wachau erfolgt die Suche nach potentiellen landwirtschaftlichen Betrieben. Für geeignete interessierte Betriebe wird auch eine betriebliche Grobkalkulationen erstellt. Haben Sie als landwirtschaftlicher Betrieb Interesse an einer Schafbeweidung von Naturschutzflächen in der Region Wachau-Jauerling, dann kontaktieren Sie den Verein Welterbegemeinden (seehofer@wachau-dunkelsteinerwald.at).
Schwerpunkte
Ländliche Wirtschaft / KMU
Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft
Naturschutz
Umwelt und Biodiversität
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
07.01.2019 - laufend
Projektregion
Niederösterreich
Maßnahme im Programm
M19 Leader
19.2.1. Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
41.398,70€
GAP Strategieplan Fördersumme
33.118,96€
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