Zusammenarbeit Branchenverband für Obst und Gemüse

Ziele der LE-Maßnahme sind die
  1. Stärkung der Konzentration des landwirtschaftlichen Produktangebots und damit Verbesserung der Marktpositionierung landwirtschaftlichen Betriebe.
2  Erhöhung der Transparenz für alle Akteure in der Wertschöpfungskette durch die Zusammenführung des Angebots landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Das Projekt soll den Aufbau des Branchenverbandes für Obst- und Gemüse als brancheninterne Dialogplattform unterstützen.
Diese dient
    • dem Informationsmanagement und der Bewusstseinsbildung in der Branche 
  • dem Meinungsbildungsprozess und der Koordination der Brancheninteressen zwischen den Mitgliedern 
  • der verbesserten Kommunikation zwischen den Obst- und Gemüseproduzenten, deren Abnehmern bzw. den Konsumenten
  • der Vertretung der Branche nach Außen

Die zukünftige Rolle des ÖBOG ist die fachliche Vertretung in einer horizontal abgestimmten Kooperation aus Dateninteressenten wie zB AMA, AMA Marketing, Statistik Austria oder BMLRT.

Darum war es wichtig, das Projekt umzusetzen

  • 2015: Russlandembargo (wichtiger Absatzmarkt viel weg)
  • 2016: Branchenkonzept für Obst und Gemüse wurde erstelt
  • 2017: LKÖ stellte Personalressourcen zur Verfügung
  • 2018: Gründung des Branchenverbandes Obst und Gemüse
  • 2019: Erstellung bzw. Umsetzung eines Jahresarbeitsprogrammes
  • 2020: Antrag auf Europäische Anerkennung als sektoraler Branchenverband
 
Die Obst- und Gemüseproduzenten werden horizontal durch LKÖ, Erzeugerorganisationen bzw. Verbände einzelner Produktionssysteme (zB Biolandbau)) vertreten. Entlang der vertikalen Wertschöpfungskette (Verarbeitung, Vermarktung, Handel bis hin zum Konsumenten) gab es bisher keine zentrale Organisation für den Interessensausgleich.

Die ÖBOG soll nunmehr die fehlende Bündelung und auch die Ineffizienz der parallel geschaffenen Strukturen überbrücken und die Abstimmung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gewährleisten.

Ziele des Projekts

Produzenten:
  • Diese profitieren von der besseren Zusammenarbeit der Mitgliederorganisationen und den zukünftigen Serviceleistungen des ÖBOG (zB Herkunftssicherung).
Mitglieder der Koopertion:
  • Aufbau von Vertrauen durch Reduktion der Einzel- gegenüber der gemeinschaftlichen Bearbeitung von Problemstellungen.
Handel:
  • Brancheninterne Lösungen (zB Frage der Herkunftssicherheit) werden gefunden ohne Marktanteile heimischer Produkte durch negative Schlagzeilen zu verlieren
  • Über eine Meldestelle und Probenziehung kann rasch ein Verdacht widerlegt oder bestätigt werden. 
 Konsumenten:
  • Diese profitieren von herkunftssicheren Produkten und der Schaffung einer neuen Vertrauensbasis durch mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette.

Maßnahmen um die Projektziele zu erreichen

Marktorientierung:
  • Durch Informationsbereitstellung an EOs, Betriebe und Behörden (zB zu Exportabwicklung) sollen die Absatzchancen am heimischen- und am Exportmarkt verbessert werden.
  • Beratung bei Investitionsprojekten (zB Bewässerungskooperationen)

Sicherung österreichischer Herkunft:
  • Breite Kooperation auch im Rahmen der Kontrollmechanismen (Produktanalyse und Warenstromplausibilisierung) 
  • Verhinderung von Herkunftsschwindel durch brancheninterne Kommunikation und Isotopenanalyse
 
Meldeverpflichtung:
  • über Flächen, Erträge, Preise, Lagerstände
Der Informationsfluss über verfügbare Ware, Qualitäten und Marktveränderungen (Marktberichte) zwischen Produzenten und Handel ist unzureichend; ein auf validen Basisdaten aufbauendes Warenwirtschaftssystem soll den ÖBOG-Mitgliedern mehr Transparenz liefern und eine Plausibilisierung der Warenströme ermöglichen.

 
 

Ergebnisse und Wirkungen qualitativ

  • Die Plattform fungiert bereit als Servicestelle innerhalb der Obst- und Gemüsebranche.
  • Exportstrategie: Unterstützung bei der Markterschließung (zB Indien, Indonesien, China)
  • Isotopenanalyse (Herkunftsnachweis) bei Äpfel, Marillen und Marktfruchtgemüse (Gurke, Tomate, Paprika) wurde erprobt und teilweise umgesetzt.
  • Errichtung einer Website in Arbeit: Diese soll zur Darstellung des Branchenverbandes, seines Wesens und dessen Tätigkeiten geschaffen werden; die Sichtbarmachung der Kooperation dient als Signal an Produzenten und Konsumenten gleichermaßen.

Die wichtigsten Lernerfahrungen

Die Mitglieder repräsentieren im Wesentlichen den Obst- und Gemüsesektor. Die Repräsentanz begründet sich in der Anzahl der Mitglieder, davon statistisch abgeleiteter Flächen oder auch durch den Wert vermarktbarer Erzeugnisse. Aktuelle Mitglieder sind der Bundesobstbauverband (9 Landesobstbauverbände), der Bundesgemüsebauverband (5 Landesgemüsebauverbände), die Landwirtschaftskammer Österreich (9 Landes-Landwirtschaftskammern), BIO AUSTRIA (8 Landesorganisationen) und der amc(agrar management club)AUSTRIA, als Vertreter (Verein) der 9 Erzeugerorganisationen für Obst und Gemüse:

– EO Steirisches Gemüse GmbH
– EO Tiefkühlgemüse ETG e.Gen.
– GEO – Gemüse-EO Ostösterreich 
– LGV-Frischgemüse Wien reg.GmbH
– OÖ Obst- und Gemüseverwertungsgen. efko
– OGS Obst-Gemeinschaft-Steiermark GmbH
– OPST Obst Partner Steiermark GmbH
– Sonnengemüse Vertriebs GmbH
– Steirische Beerenobstgen. eGen.

Jedes Mitglied wird durch eine festgelegte Anzahl an Mitgliedervertretern im Branchenverband repräsentiert.
Schwerpunkte
Ländliche Wirtschaft / KMU
Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft
Vermarktung und Vertrieb
Förderperiode
LE 14-20
Projektlaufzeit
01.01.2019 - laufend
Projektregion
Wien
Maßnahme im Programm
M16 Zusammenarbeit
16.10.3. Zusammenarbeit: Erzeugergemeinschaften /-organisationen, Genossenschaften und Branchenverbände
Finanzierung in EURO
Gesamtprojektkosten
368.100,00€
GAP Strategieplan Fördersumme
184.050,00€
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