Culinary Heritage-Regionale Esskultur der Zisterzienser
Mit dem Projekt „Culinary Heritage – Regionale Esskultur der Zisterzienser“ wurde das kulturelle und kulinarische Erbe der Zisterzienser einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und erlebbar vermittelt.
Anlass war die Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels an das Zisterzienserstift Rein im September 2024. Ziel war es, die historische Bedeutung der Zisterzienser für Kulturlandschaft, Landwirtschaft und regionale Esskultur sichtbar zu machen und deren Wert für die heutige Gesellschaft hervorzuheben. Über Jahrhunderte prägten die Zisterzienser nicht nur religiöse und kulturelle Strukturen, sondern auch Landschaftsräume, Bewirtschaftungsformen und kulinarische Traditionen. Diese enge Verbindung von Kulturlandschaft, regionaler Lebensmittelproduktion und Esskultur stand im Mittelpunkt des Projekts. Besucher:innen wurden eingeladen, diese historischen Zusammenhänge im Rahmen einer öffentlich zugänglichen Veranstaltung im Stift Rein aktiv zu erleben.
Zielsetzungen des Projekts
Ziele des Projekts waren die Sichtbarmachung des kulturellen und kulinarischen Erbes der Zisterzienser, die Stärkung des Bewusstseins für regionale Lebensmittelproduktion und Kulturlandschaftspflege, die Förderung regionaler Identität über Kulinarik und Handwerk, die Hervorhebung der Leistungen regionaler Produzent:innen, die Sichtbarmachung regionaler Wertschöpfungsketten, die Vernetzung von Produzent:innen und Konsument:innen sowie ein niederschwelliges Angebot für Familien und Kinder.
Umsetzung & Maßnahmen
Zentrale Maßnahme war die öffentliche Kulinarik-Veranstaltung am 28. September 2024 im Stift Rein, durchgeführt von der Marktgemeinde Gratwein-Straßengel in Kooperation mit dem Konvent des Stiftes. Die Veranstaltung fand im direkten zeitlichen Zusammenhang mit der Verleihung des Europäischen Kulturerbe-Siegels statt. Das Programm umfasste sieben Führungen durch das Stift Rein sowie zum historischen Wasserstollen im Ulrichsberg, Infostände zu den Projekten „Culinary Heritage“ und „Cisterscapes“ sowie zur Vorstellung des Zisterzienser-Fernwanderweges, Augmented-Reality-Modelle zur Entdeckung historischer Klosterlandschaften, Kochvorführungen über offenem Feuer mit Verkostung historischer Gerichte, Heilkräuterberatung und Kräuterweinverkostung, die Präsentation regionaler Produzent:innen und Vereine, einen Produkttisch mit regionalen Erzeugnissen und Handwerkskunst aus Kloster-Partnerländern, ein umfangreiches Kinderprogramm sowie eine musikalische Umrahmung durch regionale Musikgruppen. Rund 500 Besucher:innen nahmen an der Veranstaltung teil.
Zentrale Outputs
Durchgeführt wurde eine großregionale Kulinarik- und Kulturveranstaltung mit Führungen, Produzent:innenpräsentationen, digitalen Vermittlungsformaten, einem umfassenden Kinder- und Familienprogramm sowie begleitender Öffentlichkeitsarbeit.
Ergebnisse & Wirkungen
Das Projekt leistete einen wesentlichen Beitrag zur Sichtbarmachung des kulturellen und kulinarischen Erbes der Zisterzienser und stärkte das Bewusstsein für die historische Bedeutung regionaler Lebensmittelproduktion und Kulturlandschaftspflege. Es förderte die regionale Identitätsbildung, die Vernetzung von Erzeuger:innen und Konsument:innen sowie die Wertschätzung regionaler Produkte. Die hohe Besucher:innenzahl bestätigte das große öffentliche Interesse an regionaler Kulinarik, Geschichte und Kultur und stärkte nachhaltig die lokale Wertschöpfung.
Erkenntnisse aus der Umsetzung
Die Verbindung von Kulinarik, Kultur, Geschichte und Naturraum erwies sich als besonders wirkungsvoll, um regionale Identität erlebbar zu machen. Niederschwellige Veranstaltungsformate mit Mitmachangeboten, Verkostungen und Kinderprogrammen erreichen ein breites Publikum und fördern nachhaltig das Bewusstsein für kulturelles Erbe und regionale Wertschöpfung.
