LIN: Regionales PowerHouse – vernetzt.innovativ.zukunftsfit
Das südliche Mostviertel ist eine wirtschaftlich leistungsfähige Region mit zunehmenden strukturellen Herausforderungen: Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Abwanderung junger Menschen, begrenzte kommunale Ressourcen sowie der Transformationsdruck durch Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit beeinträchtigen Innovationskraft, regionale Resilienz und Zukunftsfähigkeit. Zunehmend zeigt sich, dass der Engpass weniger im Fehlen von Fachkräften liegt als in der unzureichenden Nutzung vorhandener Potenziale. Viele Talente bleiben unentdeckt oder ungenutzt, da Kinder und Jugendliche ihre Stärken oft nicht kennen und nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Entfaltung und Sichtbarmachung haben. Zahlreiche Initiativen, Netzwerke, Bildungseinrichtungen und engagierte Unternehmen agieren bislang weitgehend nebeneinander, was Synergien ungenutzt lässt.
Hier setzt das LIN regionales PowerHouse – vernetzt.innovativ.zukunftsfit an: Es etabliert in der Region Eisenstraße einen integrierten Ansatz, der den privaten und öffentlichen Sektor in ein innovatives und agiles Netzwerk zusammenführt, das Kooperation, Innovationsfähigkeit und Talenteentwicklung ermöglicht und fördert. Das LIN PowerHouse wird auf zwei Ebenen wirksam: in und mit den regionalen Stakeholderinnen und Stakeholdern und direkt mit den betroffenen Jugendlichen, Frauen und Facharbeiterinnen und Facharbeitern. Aufbauend auf den regionalen Ideenfindungs- und Weiterentwicklungsprozessen „Agile Innovation Ybbstal” und „LIMO” sowie der Erfahrung der Vereine beta campus, Mein Lehrbetrieb und Eisenstraße Niederösterreich bildet die ARGE dieser drei Organisationen ein stark verankertes, interdisziplinäres Konsortium. Das LIN verankert ein professionelles Innovationsmanagement in der Region und schafft eine dauerhafte Struktur.
Zur Zielerreichung werden vier Kernaktivitäten verfolgt: Kooperation & Netzwerkentwicklung durch Bestellung eines Innovationstandems, Zusammenführung bestehender Netzwerke und Einbindung unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure; Innovationsförderung durch Erhebung regionaler Bedarfe, Ko-Kreation von Ideen und Entwicklung von Pilotprojekten; Resiliente Potenzialentfaltung durch Entwicklung einer gesamtheitlichen Regionalstrategie und bedarfsorientierte Formate mittels fliegender Coaches; sowie Sichtbarkeit & Aktivierung durch einen Kommunikationsplan, zielgruppengerechte Kanäle und Partizipationsformate für alle Zielgruppen. Inhaltlich verbindet das LIN Soft Skills (Lebens- und Zukunftskompetenzen) mit Hard Skills (Technik & Handwerk, Digitalisierung, Nachhaltigkeit). Die gezielte Stärkung von Kreativität, Problemlösung und Teamfähigkeit erhöht die Innovationsfähigkeit, da sie die Grundlage für kreatives Denken, gemeinsames Gestalten und den Umgang mit komplexen Veränderungen bildet.
Als Projektergebnisse werden ein vernetztes regionales Innovationsökosystem, die Entfaltung bisher ungenutzter Talente, neue Innovations- und Pilotprojekte sowie eine gestärkte Fachkräftebasis angestrebt. Erwartet werden eine höhere regionale Resilienz, mehr Zukunftsperspektiven für junge Menschen und eine wirksamere Verknüpfung von Bildungseinrichtungen, Forschungspartnerinnen und -partnern, Gemeinden und Wirtschaft. Durch den Aufbau professioneller Strukturen und die Verschränkung verschiedener Kompetenzen soll die regionale Innovationsfähigkeit nachhaltig gesteigert werden.
Für die Dissemination sind laufende Presseaktivitäten, Einbindung überregionaler Akteurinnen und Akteure sowie die Positionierung des LIN als Drehscheibe für Innovationsförderung und Potenzialentfaltung vorgesehen. Vernetzung mit Innovationsmanagerinnen und Innovationsmanagern anderer LINs sowie Förderung neuer Partnerschaften und LIPs sichern den Wissenstransfer und die Übertragbarkeit des Modells.