Biodiversitätsbotschafter:innen 2026

Innovation
Klimaschutz
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen

In der fünften Runde des Projekts Farming for Nature Österreich wählt die Fachjury erneut fünf besonders engagierte Bäuerinnen und Bauern zu Biodiversitäts-Botschaftern. Bei Betriebsbesuchen und Veranstaltungen geben sie einem breiten Publikum Einblick in ihre biodiversitätsfördernde Arbeitsweise. Denn Landwirtschaft und Biodiversität gehören gemeinsam gedacht und gemacht.

Österreichweit wurden dieses Jahr 46 Bäuerinnen und Bauern als mögliche Biodiversitäts-Botschafter:innen nominiert. Eine Fachjury hat nun fünf Botschafterinnen und Botschafter für das Jahr 2026 ausgewählt:

Silvia Fruhmann bewirtschaftet einen 27 ha großen Biobetrieb im Mittelburgenland. Das Herzstück ihres Betriebs ist der 2 ha große Gemüseanbau.

Carmen Petutschnig-Erschen aus Kärnten führt einen knapp 100 ha großen Biobetrieb. Auf dem Hof werden Ziegenmilchprodukte produziert, Strohschweine gemästet und Pilze gezüchtet.

Michael Halbfurter aus Osttirol betreibt einen Biohof mit 30 ha Fläche in vielfältiger Fruchtfolge. Besonders spannend: auf 5 ha Ackerland wird Hanf angebaut.

Alois Kiegerl aus der Weststeiermark bewirtschaftet einen Biobetrieb mit rund 48 ha Dauergrünland. Der Betriebsschwerpunkt liegt auf der Murbodner-Zucht sowie der Direktvermarktung vom Fleisch.

Irene Lüdemann aus Niederösterreich hat sich auf den Anbau von verschiedensten alten, regionalen Getreide-Raritäten auf 10 ha Ackerfläche spezialisiert.

“Die extreme Trockenheit diesen Frühling zeigt, dass die österreichische Landwirtschaft stark vom Klimawandel betroffen ist und wir landwirtschaftliche Praktiken neu denken müssen. Genau das tun unsere Biodiversitäts-Botschafter:innen und sind somit Vorreiter einer nachhaltigen Landwirtschaft. Sie zeigen auch, dass eine erfolgreiche Klimawandel-Anpassung Hand in Hand mit dem Schutz von Biodiversität geht”, sagt Projektkoordinatorin Johann Frangež. Kriterien für die Auswahl sind insbesondere, dass die Betriebe ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Landwirtschaft betreiben, sie einen wesentlichen Beitrag für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität auf ihrem Betrieb leisten und bereit sind, ihr Wissen zu teilen.

Die Wahl der Biodiversitäts-Botschafter:innen geht dieses Jahr bereits in die fünfte Runde. Seit Projektstart wurden in Österreich aus einem Pool von 140 Teilnehmenden 25 Bäuerinnen und Bauern gewählt. Im Zuge des Projekts Farming for Nature Österreich vermitteln sie ihre Geschichte und ihr praktisches Wissen zu Landwirtschaft und Biodiversität an interessierte Menschen und Kolleg:innen. “Unsere Botschafter:innen setzen sich am eigenen Betrieb – und darüber hinaus – aktiv für die Natur ein. Mit ihren innovativen Ansätzen zeigen sie, wie man Vielfalt am Bauernhof fördert”, so Frangež.

Im Sommer werden die ausgewählten Betriebe von einem Filmteam besucht. Anhand der auf der Projektwebseite vorgestellten Kurzvideos kann die breite Öffentlichkeit anschließend ihre Lieblingsgeschichte auswählen. Bei Bauerhofspaziergängen und Küchentischgesprächen geben die Biodiversitäts-Botschafter:innen zudem Einblick in ihre Wirtschaftsweise.

© Farming for Nature