EU GAP-Netzwerk – und andere aktuelle Veranstaltungen auf EU-Ebene
Das Netzwerk dient als Forum für den Wissens- und Informationsaustausch zwischen nationalen GAP-Netzwerken, Organisationen, Verwaltungen, Forscher:innen, Unternehmer:innen und Anwender:innen (z. B. durch Peer-to-Peer-Learning und bewährte Praktiken) in den Bereichen Landwirtschaft und Politik für den ländlichen Raum.
Das EU GAP-Netzwerk hält regelmäßig Workshops, Working Groups, Seminare u.a. zu aktuellen Themen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab, zu denen Vertreter:innen aus allen Mitgliedsstaaten herzlich eingeladen sind. Von diesem regelmäßigen Austausch profitieren alle Teilnehmenden.
Hier finden Sie außerdem Webinare und Workshops zur internationalen Vernetzung von anderen Veranstaltern.
Für diese Veranstaltungen können Sie sich noch anmelden
Good Practice-Webinar: Wertschöpfung durch Unternehmensunterstützung, territoriale Vermögenswerte und soziale Ökonomie
Der Wettbewerbsfähigkeitskompass der Europäischen Kommission hebt die Notwendigkeit hervor, Europas Produktivität, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und gleichzeitig den grünen und digitalen Übergang voranzutreiben. Ländliche Gebiete spielen in dieser Agenda eine wichtige Rolle und beherbergen ein breites Spektrum wirtschaftlicher Aktivitäten jenseits der Landwirtschaft, darunter Fertigung, Erzeugung erneuerbarer Energien, biobasierte Industrie, Tourismus, Handwerk und Forstwirtschaft. Viele ländliche Gebiete stehen jedoch vor strukturellen Herausforderungen, die durch demografischen Rückgang, Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel, niedrigere Produktivitätsniveaus und eingeschränkten Zugang zu Finanzmitteln und Unternehmensunterstützung verbunden sind.
Ziele
- Initiativen und bewährte Praktiken präsentieren, die den Zugang zu Finanzierung und Unternehmensunterstützung für ländliche Unternehmen verbessern und ihnen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Wachstumspotenzial zu stärken;
- Untersuchen, wie ländliche Gebiete durch Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft, hochwertige Produktion, territoriales Branding und lokale Wertschöpfungsketten einen höheren Mehrwert aus lokalen Vermögenswerten und Ressourcen schaffen können;
- Förderung von Peer-Learning und Austausch über den Beitrag sozialwirtschaftlicher Organisationen, Genossenschaften und anderer kollektiver Geschäftsmodelle zu wettbewerbsfähigen, widerstandsfähigen und diversifizierten ländlichen Unternehmen und Volkswirtschaften.
Termin:
- 17.09.2026 online
Anmeldung bis 28. August 2026
Aufruf an Expert:innen zu drei neuen EU-GAP-Netzwerk-Fokusgruppen
Die Europäische Kommission startet einen Aufruf für Expert:innen, darunter Landwirt:innen, Forstwirt:innen, Berater:innen, Forscher:innen und andere relevante Bewerber:innen, für drei neue EU-GAP-Netzwerk-Fokusgruppen mit Schwerpunkt auf Innovation, Wissensaustausch und EIP-AGRI. Die Fokusgruppen werden ihre Arbeit im Herbst 2026 beginnen und sollen ihre Ergebnisse bis zum Sommer 2027 liefern.
Bitte beachten Sie die Termine der ersten Treffen der Fokusgruppen. Alle Bewerber müssen an diesen Tagen zur Reise zu den Fokusgruppentreffen zur Verfügung stehen und daran teilnehmen können. Die Europäische Kommission übernimmt Reise- und Unterkünfte für die ausgewählten Experten.
FG 59: Integrierte Ansätze zur Waldbrandprävention: 25.-26. November 2026
FG 60: Innovative Düngemittelstrategien auf dem Bauernhof: 28.-29. Oktober 2026
FG 61: Innovative Schutzmaßnahmen gegen extreme Wetterereignisse in Kern- und Steinobstplantagen: 18.-19. November 2026
Policy Lab Stärkung einer diversifizierten ländlichen Wirtschaft im Zeitraum nach 2027
Die Vorschläge der Europäischen Kommission für den EU-Haushalt 2028–2034, veröffentlicht am 16. Juli 2025, bringen eine grundlegende Veränderung in der Architektur der EU-Finanzierung mit sich. Im neuen Rahmen würden Förderinstrumente und Politiken unter gemeinsamer Verwaltung – einschließlich ländlicher Entwicklung – in einem einheitlichen Nationalen und Regionalen Partnerschaftsplan (NRPP) pro Mitgliedstaat zusammengeführt, der durch einen übergeordneten Fonds finanziert wird. Dieser neue Ansatz zielt darauf ab, die Koordination und Synergien zwischen Politikbereichen und Governance-Ebenen zu stärken und integriertere Maßnahmen über Sektoren und Governance-Ebenen hinweg zu fördern, einschließlich ländlicher Gebiete.
Die Stärkung der ländlichen Wirtschaft spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union. Die zukünftige Vitalität ländlicher Gebiete wird nicht nur von der Landwirtschaft abhängen, sondern auch davon, die Bedingungen zu schaffen, damit ländliche Unternehmen und lokale Wirtschaften sich an demografische Veränderungen, den grünen und digitalen Übergang, sich wandelnde Arbeitsmarktbedürfnisse und wachsende geopolitische Belastungen anpassen können. Dazu gehört die Maximierung des Potenzials von Sektoren, die mit und darüber hinaus der Landwirtschaft verbunden sind, wie Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien, Tourismus und Sozialwirtschaft.
Ländliche Gebiete haben ein erhebliches Potenzial, Arbeitsplätze zu schaffen, Talente zu halten und ihre Attraktivität in einer Vielzahl von Sektoren zu steigern, wodurch sie zu den weiteren wirtschaftlichen Ambitionen der EU beitragen. Die zukünftigen NRPPs, zusammen mit dem vorgeschlagenen 10%-Ziel für ländliche Regionen, bieten den Mitgliedstaaten und Regionen eine wichtige Gelegenheit, Maßnahmen, Investitionen und Reformen zu entwerfen, die dieses Potenzial freisetzen und ländliche Gebiete widerstandsfähiger, wettbewerbsfähiger und attraktiver zum Leben und Arbeiten machen.
Termin:
- 29.09. – 01.10.2026 in Kotka (Finland)
Anmeldung bis 24. Juli 2026
Europas ländliche Zukunft: Auf ländliche Prioritäten durch integrierte nationale und regionale Strategien und LEADER reagieren
Auf nationaler und regionaler Ebene wird die Veranstaltung einen Raum zur Diskussion bieten, wie integrierte Politikgestaltung dazu beitragen kann, bessere ländliche Politiken zu gestalten, wobei Irlands ‚Our Rural Future‘ und andere Beispiele ganzheitlicher Strategien in Mitgliedstaaten und Regionen betrachtet werden. Auf lokaler Ebene wird ein besonderer Fokus auf LEADER/CLLD gelegt, um dessen Mehrwert und Beitrag zur Entwicklung ländlicher Gebiete heute und in der Zukunft sowie zur Stärkung Europas Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit hervorzuheben.
Termin:
- 03. u. 04.11.2026 in Naas (Ireland)
Anmeldung bis 17. August 2026
Aufbau von Horizon Europe-Kooperationen für Landwirtschaft und ländliche Gebiete
In den letzten Jahren haben die Vermittlungsveranstaltungen des EU-CAP-Netzwerks erfolgreich die Entwicklung hochwertiger Horizon-Europe-Vorschläge unterstützt, die Verbindungen zwischen Forschung, Praxis und Beratungsdiensten gestärkt und dauerhafte Kooperationen in der gesamten EU geschaffen. Aufbauend auf dieser Erfahrung konzentriert sich die Novemberausgabe 2026 auf das Netzwerken und die Entwicklung von Ideen zu Schlüsselprioritäten aus dem Horizon Europe Cluster 6 Arbeitsprogramm und dem Mission Soil für 2027, mit Schwerpunkt auf Themen, die einen Multi-Akteur-Ansatz erfordern.
Themen:
- Agrobiodiversität und nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken
- Förderung von Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit in landwirtschaftlichen Systemen
- Unterstützung klimasensibler und sauberer Landwirtschaft
- Förderung von Innovation durch landwirtschaftliche Wissens- und Innovationssysteme
- gesunde Böden
Termin:
- 05. – 06.11.2026 in Brüssel, Belgien
Bewerbung bis 14. August 2026
