Maschineneinsatz in der Landschaftspflege auf Naturschutzflächen im Grünland – Veranstaltungsrückblick

Innovation
Natürliche Ressourcen

In der modernen Landwirtschaft ist der Einsatz von Maschinen für die Bewirtschaftung der Fläche nahezu unumgänglich, jedoch kann die Auswahl und Finanzierung geeigneter Maschinen eine Hürde darstellen. Im Rahmen des Webinars wurden Maschinen und Methoden zur Pflege von landwirtschaftlichen Flächen mit dem Ziel vorgestellt, teilnehmenden Landschaftspflegeinitiativen sowie Bewirtschafter:innen von Naturschutzflächen, von den verschiedenen Möglichkeiten zur Bewirtschaftung, zu informieren und die Auswirkungen auf die lokale Insektenbiodiversität aufzuzeigen.

Landwirtschaftliche Maschinen in der Grünflächenpflege mit Fokus auf schwer bewirtschaftbare Flächen

Zu Beginn hielt Wilhlem Graiss von der HBLFA Raumberg Gumpenstein einen Vortrag zu landwirtschaftlichen Maschinen in der Grünflächenpflege. Der Fokus lag hierbei auf schwer bewirtschaftbare Flächen, wie Steillagen oder Feuchtflächen. Die mit Feuchtflächen verbundenen Probleme wurden erläutert und anhand eines Fotos, von einem einsinkenden Traktor, veranschaulicht. Weiters wurden die diversen Pflegemaßnahmen, die man im Grünland anwenden kann, beschrieben. Die Eigenschaften von unterschiedlichen Mähwerken und ihre Auswirkungen auf Insekten wurden ebenso dargelegt, wie weitere Arbeitsschritte, z. B. das Zetten oder das Schwaden, die nach der Mahd erfolgen. Zuletzt wurden die Schlüsse und Hauptempfehlungen besprochen, worauf Fragen der Teilnehmenden folgten.

Vorstellung Landschaftspflege Bauernland und Erfahrungswerte zu Kauf und Nutzung von Maschinen

Herr Alois Gaderer von der Landschaftspflege Bauernland erklärte, wie man Moor-, Nass- und Steilflächen umweltschonend bewirtschaften kann. Er erläuterte, warum diese Flächen gefährdet sind und wie sie in der Vergangenheit genutzt und erhalten wurden. Dabei wurde die Bedeutung und Wichtigkeit dieser Flächen verdeutlicht. Eine wesentliche Maßnahme der Naturschutzabteilung Oberösterreich ist die Unterstützung beim Kauf landwirtschaftlicher Maschinen. Teilnehmende Landwirtinnen und Landwirte profitieren vom „Maschinenausleihsystem“, das die Landschaftspflege Bauernland, eine auf den Schutz und die Erhaltung der Natur und Kulturlandschaft ausgerichtete Gemeinschaft, betreibt. Aber auch auf die Artenvielfalt, welche eine zentrale Rolle in der Nachhaltigkeitsstrategie der Landschaftspflege einnimmt, hat diese Maßnahme einen sehr positiven Effekt. Zum Abschluss wurde die Notwendigkeit der Zusammenarbeit auf wesentlichen Ebenen zum erfolgreichen Naturschutz betont, worauf eine lebhafte Fragerunde folgte, worin viele interessierte Teilnehmer:innen sich nach genaueren Spezifikationen der ausleihbaren Maschinen erkundigten.

Fördermöglichkeiten für den Kauf von Maschinen und Geräten

Als nächster Vortretende, präsentierte Herr Gerald Neubacher der Naturschutzabteilung der Landesregierung Oberösterreich verschiedene Fördermöglichkeiten der maschinellen Landschaftspflege im Grünland. Die laut Herrn Neubacher vier notwendigen Bausteine zur erfolgreichen Entwicklung von wertvollen Grünflächen wurde jeweils beschrieben: die Förderung von Spezialgeräten zur Bewirtschaftung von Grünflächen, wie oben; die Landesförderung von Landschaftspflegeinitiativen; Naturschutzmaßnahmen im ÖPUL 23-27; und Projektförderung in der Ländlichen Entwicklung. Die Teilnehmenden haben von jedem dieser vier „Bausteine“ einen generellen Überblick sowie genauere Ziffern, Spezifikationen, Zeitrahmen und weiterführende Links erhalten.

Frau Franziska Werba vom Umweltdachverband musste leider kurzfristig absagen. Ihr Vortrag zu den Auswirkungen verschiedener Mähtechniken auf die Tierwelt findet sich in einem zusammengefassten Bericht auf der Website.

Zum Abschluss hatten alle Teilnehmenden noch die Gelegenheit, sonstige Fragen an die drei Vortragenden zu stellen.

Fotocredit: HBLFA Raumberg-Gumpenstein