EU GAP-Netzwerk – aktuelle Veranstaltungen

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Das Netzwerk dient als Forum für den Wissens- und Informationsaustausch zwischen nationalen GAP-Netzwerken, Organisationen, Verwaltungen, Forscher:innen, Unternehmer:innen und Anwender:innen (z. B. durch Peer-to-Peer-Learning und bewährte Praktiken) in den Bereichen Landwirtschaft und Politik für den ländlichen Raum.

Das EU GAP-Netzwerk hält regelmäßig Workshops, Working Groups, Seminare u.a. zu aktuellen Themen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab, zu denen Vertreter:innen aus allen Mitgliedsstaaten herzlich eingeladen sind. Von diesem regelmäßigen Austausch profitieren alle Teilnehmenden.

Für diese Veranstaltungen können Sie sich noch anmelden
Good Practice Workshop: Einsatz von Bewertungen zur Verbesserung der Politik und für ex ante Assessments zur Vorbereitung der nächsten GAP

Der Einsatz von Evaluationsergebnissen kann zu konkreten Verbesserungen in der Umsetzung der Politik führen, die Wirksamkeit und Effizienz der Politik stärken sowie die Governance- und Umsetzungsprozesse verbessern. Darüber hinaus können Bewertungen der GAP (aktuell und vergangen, einschließlich ex post evaluations) eine Rolle bei einer erneuerten Bemühung spielen, die potenziellen Auswirkungen politischer Entscheidungen zu bewerten und bei der Vorbereitung der nächsten GAP zu helfen.

Termin:

  • 02. & 03. Juni 2026, 09:00 – 17:00h, Helsinki, Finnland

Anmeldung bis 12. Mai 2026

Weitere Informationen und Bewerbung

Policy Action Lab: Verankerung ländlicher Gebiete in den nationalen und regionalen Partnerschaftsplänen

Da sich der Finanzierungszeitraum 2028-2034 nähert, reflektieren die für die Ausarbeitung der zukünftigen Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPPs) zuständigen Mitgliedstaaten darüber, wie sie ihre Ressourcen am besten nutzen und die Zeit nutzen, die für die Entwicklung und Verhandlung der Pläne zur Verfügung steht. Sie reflektieren auch über oder haben bereits begonnen, die Partnerschaft zwischen Behörden und Organisationen aufzubauen, die an der Planung, Umsetzung und Überwachung der Zukunftspläne beteiligt sein sollten. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um zu diskutieren, wie die Pläne die ländlichen Herausforderungen in der Vielfalt europäischer Kontexte am besten beantworten und wie das Partnerschaftsprinzip effektiv angewendet werden könnte, um ländliche Behörden und Vertreter einzubeziehen.

Termin:

  • 03. Juni 2026, 09:00 – 17:00h, Thon Hotel, Brüssel

Anmeldung bis 24. April 2026

Weitere Informationen und Bewerbung

Good practice Webinar: Generational renewal in rural businesses – empowering youth, supporting elders

In diesem Good Practice-Webinar werden erfolgreiche Initiativen untersucht, die den Transfer, die Gründung und Entwicklung ländlicher Unternehmen über die Landwirtschaft hinaus unterstützen, und gezeigt, wie ältere Generationen durch Mentoring, Wissenstransfer und Unternehmensnachfolge beitragen können.

Termin:

  • 10. Juni 2026, online

Anmeldung bis 22. Mai 2026

Weitere Informationen und Bewerbung

Weitere bevorstehende Veranstaltungen
Good Practice Webinar: Territoriale Instrumente – Lehren für die Zukunft

Dieses Good Practice-Webinar soll zeigen, wie territoriale Instrumente und Ansätze – wie LEADER/CLLD, Integrated Territorial Investments (ITIs) und Smart Villages – in der Praxis funktionieren. Erfolgreiche Erfahrungen aus ländlichen Regionen Europas werden präsentiert und Erkenntnisse geteilt, die eine zukünftige Umsetzung unterstützen können.

Termin:

  • 22.04.2026, 09:00 bis 13:00h online

Anmeldung bereits geschlossen

Weitere Informationen und Anmeldung

Workshop: Anbau alternativer Kulturen für neue Marktchancen in einem sich wandelnden Klima

Das Hauptziel des Workshops ist es, praktische Beispiele und Erfahrungen, innovative Ansätze und Projektergebnisse zu teilen, die Landwirt:innen helfen können, fundierte Entscheidungen zur Diversifizierung ihrer Anbausysteme als Reaktion auf den Klimawandel in verschiedenen europäischen Regionen zu treffen. Praktische Informationen zur Eignung der Pflanzen, Anbaupraktiken und Marktmöglichkeiten für alternative Kulturen werden Schlüsselfaktoren zur Unterstützung dieses Ziels sein.

Termin:

  • 22.-23.04.2026 in Wien, Österreich

Anmeldung bereits geschlossen

Weitere Informationen

Konferenz: Wasserresilienz in der Landwirtschaft – Innovation in der Praxis

Die Konferenz konzentriert sich auf folgende thematische Cluster:

  • Kreisförmiges Wassermanagement
  • Klimaresistente und weniger wasserintensive Kulturen und Anbausysteme (z. B.  Wechselkulturen)
  • Digitale Werkzeuge, Bewässerungseffizienz, präzise Bewässerung
  • Naturbasierte Lösungen (einschließlich Wassernutzung)
  • Bodenmanagement
  • Wasserqualität / Wasserverschmutzung

Termin:

  • 19.-21.05.2026 in Hamburg, Deutschland

Bewerbung bereits geschlossen

Weitere Informationen und Bewerbung

Cross-visits 2026 für EIP-AGRI Operationale Gruppen

Das Hauptziel der Cross-Visits ist es, einen tiefgehenden, transnationalen Wissensaustausch zu fördern, indem EIP-AGRI-Operationsgruppenprojekte (OGs) aus verschiedenen Mitgliedstaaten verbunden werden, die im selben Arbeitsbereich tätig sind.

Es stehen drei Cross-Visits zur Auswahl

  • Pflanzengenetische Ressourcen
  • Robotik und künstliche Intelligenz
  • Produktion von Proteinkulturen unter Klimawandel

Termin:

  • 15.-19.06.2026 – Orte werden noch bekanntgegeben

Anmeldung bereits geschlossen

Weitere Informationen und Anmeldung

Öffentliche Konsultation zur GAP nach 2027

Klimaschutz
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen

Da die aktuelle Förderperiode 2027 endet, hat die Europäische Kommission im Sommer 2025 Vorschläge für die zukünftige Ausgestaltung der GAP vorgelegt. Bei einem GAP-Dialogforum im Jänner in Wien und im Rahmen einer Webinar-Reihe im März 2026 wurden die Vorschläge präsentiert und erläutert sowie im Hinblick auf Österreich aufbereitet.

Gemäß dem Vorschlag der Europäischen Kommission soll die GAP in der Förderperiode 2028 bis 2034 Teil eines „Nationalen und regionalen Partnerschaftsplans“ sein, der je Mitgliedstaat auszuarbeiten sein wird. Über diesen Plan soll zukünftig neben der GAP eine Reihe von Politikbereichen umgesetzt werden. Welche Arten der Unterstützung im Rahmen der GAP in Zukunft möglich sein sollen, wird in einer eigenen GAP-Verordnung  geregelt. Diese Verordnung liegt derzeit in einem Entwurf vor und wird von den EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission bzw. im Europäischen Parlament verhandelt.

Uns interessieren Ihre Perspektiven, Erfahrungen und konkreten Verbesserungsvorschläge für die Neugestaltung der GAP zu folgenden Themen:

  • Betriebsentwicklung und Einkommen (Generationenwechsel / Einkommensstützung)
  • Umwelt und Klima (Agrarumweltprogramm / verantwortungsvolle Betriebsführung)
  • Stärkung vitaler ländlicher Räume (LEADER/ Aufbau von regionalen Innovationsökosystemen / Daseinsvorsorge / Aktivierung von Leerständen / Mobilität)

Ab sofort haben Sie bis einschließlich 7. Mai 2026 die Möglichkeit, Ihre Beiträge zur Gestaltung der zukünftigen GAP in Österreich einzubringen! Nutzen Sie diese Möglichkeit, damit die Themen, die Ihnen wichtig sind, Eingang in die Diskussion finden.

Neue Fördermaßnahme: Betriebsübergabe im Tourismus im ländlichen Raum

Lebensqualität

Die Übergabe von Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft birgt oftmals große Herausforderungen für die Beteiligten, vor allem wenn es darum geht, den Betrieb neu auszurichten. Gerade im Zuge der Übergabe ist ein klares Betriebsmodell mit entsprechender mittel- bzw. langfristiger Planung entscheidend. Die Erarbeitung eines strukturierten Businessplans kann für die erfolgreiche Fortführung des Betriebs und den Zugang zu Finanzierungen ausschlaggebend sein.

Daher wurde seitens des Tourismusministeriums im GAP-Strategieplan eine Fördermaßnahme konzipiert, die Tourismusbetriebe im ländlichen Raum bei diesem Vorhaben gezielt unterstützt. Unter dem Titel „Betriebsübergaben im Tourismus” (Maßnahme 78-03-BMAW-Tourismus), können kleine und mittlere Unternehmen anlässlich einer Übergabe für die Erstellung eines auf ihren Betrieb abgestimmten Businessplans, eine EU-kofinanzierte Unterstützung in der Höhe von 8.000,00 EUR beantragen. Voraussetzungen dafür sind, dass der Betriebsstandort in Gemeinden mit weniger als 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt, und dass der Businessplan durch ein gewerblich befugtes Beratungsunternehmen erstellt wird und vorgegebene Mindestinhalte erfüllt.

Was benötigen Sie für die Einreichung?

  • Angebot eines gewerblich befugten Beratungsunternehmens zu (Mindest)Inhalten und Kosten des Businessplans samt einer Liste mit Referenzen
  • Bestätigung einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters bzw. einer Wirtschaftsprüferin oder eines Wirtschaftsprüfers zu diversen Angaben im Hinblick auf die KMU-Eigenschaft des Antragstellers und im Hinblick auf den Betriebsübergabeprozess (mittels bereitgestelltem Formblatt)
  • Diverse Nachweise zum KMU-Betrieb (bspw. GISA-Auszug, FB-Auszug, De-Minimis-Erklärung etc.)

Passt diese Förderaktion zu Ihrer Situation in einem kleinen oder mittleren ländlichen Tourismus-/Freitzeitunternehmen? Auf der Website des Bundesminstierums für Wirtschaft, Energie und Tourismus finden Sie weitere hilfreiche Informationen sowie den Link zur digitalen Einreichung. Das Einbringen von Förderanträgen ist laufend im Wege der Digitalen Förderplattform (DFP) der Agrarmarkt Austria (AMA) möglich. Der nächste Stichtag ist der 30. April 2026.

Über EU-Finanzierungsmöglichkeiten auf dem Laufenden bleiben!

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Ihr sucht nach EU-Finanzierungsmöglichkeiten und möchtet keine Frist verpassen?

Ausschreibungen, Veranstaltungen und aktuelle Informationen werden regelmäßig veröffentlicht. Dabei den Überblick zu behalten, kann eine Herausforderung sein. Die App “EU funding & me” hilft dabei, auf dem Laufenden zu bleiben und immer einen Schritt voraus zu sein.

Rückblick auf das 7. National Networks Meeting in Mellieħa, Malta

Innovation
Klimaschutz

Das 7. Treffen der nationalen Netzwerke, das vom EU GAP-Netzwerk organisiert wurde, fand in Mellieħa auf Malta statt. Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Netzwerke kamen zusammen, um sich auszutauschen und die Zusammenarbeit weiter zu stärken. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere Fragen, wie durch verstärkte Vernetzung Synergien genutzt und Innovationen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum gezielt vorangetrieben werden können. Ein zentrales Anliegen des Treffens war es zudem, gemeinsam zu erarbeiten, wie Netzwerkaktivitäten auf europäischer und nationaler Ebene zur Stärkung der Resilienz ländlicher Räume gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels beitragen können.

Im Rahmen von Exkursionen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in innovative Ansätze des Wassermanagements. So wurde eine Kläranlage besichtigt, in der die Aufbereitung von Wasser für die Wiederverwendung in der Landwirtschaft im Detail vorgestellt wurde. Dieses aufbereitete Wasser kommt unter anderem in der landwirtschaftlichen Produktion zum Einsatz, wie beim Besuch einer Hydroponic-Anlage deutlich wurde. Dort wurde gezeigt, wie Blattgemüse in einem Glashaus unter kontrollierten Bedingungen ressourcenschonend kultiviert wird.

Darüber hinaus bot eine Posterpräsentation einen Überblick über unterschiedliche Wasserprojekte aus den Mitgliedstaaten. Diese veranschaulichte die Vielfalt an Lösungsansätzen und unterstrich die Bedeutung eines intensiven Austauschs von Good Practices sowie von Peer-to-Peer-Lernen und Kapazitätsaufbau innerhalb der Netzwerke. Ergänzend dazu wurden aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten auf europäischer und nationaler Ebene vorgestellt sowie die überarbeitete Kommunikationsstrategie des EU GAP-Netzwerks diskutiert, wobei insbesondere die Rolle der nationalen Netzwerke in deren Umsetzung im Fokus stand.

Eine effiziente und nachhaltige Nutzung von Ressourcen ist eine zentrale Herausforderung für die Landwirtschaft in Europa. Der Austausch von Erfahrungen und bewährten Praktiken im Rahmen solcher Netzwerktreffen stellt daher einen wichtigen Beitrag dar, um Innovationen durch Zusammenarbeit zu fördern und die Weiterentwicklung des ländlichen Raums aktiv zu unterstützen.

EU Organic Award 2026 – bis 26. April einreichen!

Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen

Es werden 7 Auszeichnungen in 6 verschiedenen Kategorien vergeben, darunter an Landwirt:innen, Regionen, Städte, KMUs, Einzelhändler:innen und Gastronomiebetriebe für innovative, nachhaltige und inspirierende Projekte, die einen echten Mehrwert für Bioproduktion und -konsum schaffen.

Die Bewerbung ist bis 26. April möglich. Gleich einreichen, um euer Projekt bekannt zu machen und zu präsentieren!

Kategorien:

  • Beste Bio-Landwirtin/Bester Bio-Landwirt
  • Beste Bio-Region
  • Beste Bio-Stadt
  • Bestes Bio-Lebensmittelverarbeitsungs-KMU
  • Bester Bio-Lebensmittelhändler
  • Bestes Bio-Restaurant/Lebensmittelservice

 

Die Zukunft der Region: Jugend-Empowerment durch LEADER

Lebensqualität

Netzwerk Zukunftsraum Land steht 2026 im Zeichen des Jahresthemas #WeiterDenken – Zukunft mit der nächsten Generation gestalten. Wir fokussieren unsere Arbeit also auf die Potentiale, die uns generationenübergreifendes Arbeiten bietet, um den Herausforderungen unserer (künftigen) Zeit zu begegnen. Besonders spannend ist hierbei die Arbeit mit der Jugend, um das Wissen, die Kreativität und die Kraft dieser Generation für künftige Entwicklungen zu nutzen. LEADER ist dafür das ideale Werkzeug. Durch den konsequenten Bottom-up-Ansatz und sektorübergreifende Methoden schafft LEADER Räume, in denen Jugendliche Gestaltungsmacht bekommen. Das Ergebnis? Treffsichere Projekte und eine stärkere Bindung der nächsten Generation an ihre Region.

Aber wie wird dieses Potential in den österreichischen Regionen konkret genutzt? Welche Maßnahmen setzen LEADER-Regionen um, um ihre Regionen mit der Jugend zu gestalten? In diesem Artikel widmen wir uns einigen ausgewählten Projekten aus ganz Österreich, die im Bereich des Jugendempowerments zukunftsweisende Wege gehen. Wir blicken auf Projekte, die Räume für die Jugend schaffen, Strukturen für Jugendarbeit forcieren, kreativen Ausdruck fördern, Ideen der Jugend nutzen und die (Mit-)Gestaltung in Projekten ermöglichen. 

Eine wichtige Basis – Räume für die Jugend und Arbeit mit der Jugend

Im vorarlbergischen Klostertal mangelte es an Räumlichkeiten für Jugendarbeit. Unter starker Einbindung der Jugendlichen in der Region, gerade auch bei der Gestaltung des Außenraums, wurde im Rahmen des Projekts Außenraum Jugend in der LEADER-Region Regio-V ein neuer Jugendtreff geschaffen, der nicht nur den Bedürfnissen der regionalen Jugend entspricht, sondern auch die Mitgestaltung des eigenen Lebensraums ermöglicht. 

Hat man als Region bereits eine solche Basis, so ist die zielgerichtete, inklusive und kontinuierliche Jugendarbeit entscheidend, um eine Einbindung der Jugend in die Gestaltung zu erleichtern und ihre Lebensumstände in den Regionen zu verbessern. Österreichweit gibt es zahlreiche Projekte, die sich der Jugendarbeit widmen. Mit dem Projekt Regionale Jugendarbeit behandelt die LEADER-Region Römerland Carnuntum genau dieses Thema. Durch vielfältige Angebote mobiler Jugendarbeit und niederschwelliger Beratung versucht man, die Bindung zwischen Jugend und ihrer Region zu erhöhen und die Beziehung zwischen Generationen zu verbessern. Um ähnlich intensive und niederschwellige Jugendarbeit überhaupt erst zu ermöglichen, wurde in der LEADER-Region Elsbeere-Wienerwald im Zuge des Projektes Jugend Elsbeere Wienerwald (JEP) zunächst eine große Sozialraumanalyse durchgeführt, um Handlungsbedarfe zu eruieren und erste konkrete Projektideen zu entwickeln. Außerdem wurde ebenfalls intensive Jugendarbeit und Streetwork durchgeführt, um die Jugendlichen in ihren Lebenswelten abzuholen. Darauf aufbauend verfolgt die Region in der aktuellen Förderperiode mit dem Projekt JEP SMILE das Ziel, die mentale Gesundheit von Schülerinnen und Schülern zu fördern und Schulen als resiliente Lern- und Lebensorte zu stäken – die Förderung eines positiven Lebensumfeldes ist schließlich ein wesentlicher Grundbaustein in der Arbeit mit Jugendlichen.

Inklusion und Outreach – Die Zielgruppe erreichen

Für die Jugendarbeit ist entscheidend, auch schwer erreichbare Gruppen zu integrieren. Hier setzte das Projekt Offene Jugendarbeit in der Kulturregion Melk an, ein Kooperationsprojekt der LEADER Regionen Wachau-Dunkelsteinerwald und Mostviertel-Mitte. Durch maßgeschneiderte Aktivitäten sollen Gruppen, die durch traditionelle Angebote nicht erreicht werden können, einerseits in ihrer Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung unterstützt werden und andererseits Möglichkeiten bekommen, ihre Freizeit und ihr Lebensumfeld zu gestalten. 

Diese Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensumfeld ist auch bei anderen LEADER-Projekten wie Jugend im Puls (Mühlviertler Alm) oder Jugend im Wipptal – zwischen Gehen und Bleiben (LAG Regionalmanagement Wipptal) zentral. Eine gezielte Methodenvielfalt und das Ansetzen an jenen Punkten, an denen klassische Vereinsarbeit an ihre Grenzen stößt, ist bei Projekten dieser Art von besonderer Bedeutung. Durch viel Beziehungsarbeit und die Attraktivierung der Lebensumstände wird so versucht, die Bindung der Jugendlichen zu ihrer Heimatregion zu stärken.

Kreativität fördern – Stimmen hören

Wichtig bei der Arbeit mit Jugendlichen ist auch, dass man ihnen vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten bietet, um ihre Kreativität zu fördern und damit die Fähigkeit zur Meinungsäußerung zu unterstützen. In diesem Bereich sind beispielsweise die Projekte Next Generation View (Traunsteinregion) oder My view – Jugend macht Filmdokus (Biosphäre Lungau) aktiv. In Workshops wird die Fähigkeiten von Jugendlichen im Filmemachen gefördert, um sich mit den Besonderheiten der Region auseinanderzusetzen und eine Kommunikationsplattform zu schaffen. 

Das Entwickeln von Kommunikationsmöglichkeiten hilft dabei, neuee Wege zum Austausch und Generieren von Ideen zu erschließen. Jugendliche bringen frische Perspektiven in alt eingesessene Strukturen und können so einen wertvollen Beitrag zur Gestaltung der Zukunft leisten. Im Projekt NextGen.Weinviertel (Region Weinviertel Ost) geht es vor allem um die Einbindung von Jugendlichen in Gemeindeentwicklungsprozesse und das Entwickeln von Projektideen, die auch gemeindegrenzenübergreifend Wirkung zeigen. Auch das Etablieren eigener Jugendparlamente stand hier im Fokus.

In der Region Mühlviertler Alm sind diese Bestrebungen ebenfalls Kern der Arbeit. Mit den Projekten Jugend tut was und Jugend mischt mit wird versucht, Jugendliche über unterschiedliche Wege mit ihren Gemeinden in Kontakt zu bringen und ihnen Möglichkeiten zu bieten, eigene Projektideen einzubringen. Dabei erhalten die Jugendlichen auch Unterstützung dabei, selbst aktiv zu werden und diese Projekte wirklich umzusetzen. Der Anspruch, Projektideen nicht nur zu generieren, sondern auch Strukturen zu schaffen, die dabei unterstützen, diese umzusetzen, ist auch beim Projekt Zukunft.Joglland von großer Bedeutung. Genutzt werden dabei Formate wie ein Ideenwettbewerb und eigene Workshops. Die Ergebnisse dieses Projektes werden nun in einem eigenen Folgeprojekt weiterverwendet.

Jugendliche zur Gestalterinnen und Gestaltern von Gegenwart und Zukunft machen

Dieses Ermöglichen der eigenen Umsetzung von Projektideen, also das Übertragen von tatsächlicher Gestaltungsmacht an Jugendliche, ist die wohl bedeutendste Stufe des Empowerments von Jugendlichen. In der Traunsteinregion etwa wurden mit dem Projekt Youth Region zahlreiche Maßnahmen gesetzt, die es Jugendlichen zu ermöglichen, ihre eigenen Ideen Realität werden zu lassen. Dazu gehört die Betreuung der Jugendlichen, deren regionale Vernetzung und auch die Etablierung von kleinregionalen Jugendräten. Dabei wurden auch Unterstützungsstrukturen für die Umsetzung von Projektideen der Jugendlichen geschaffen. Das beinhaltet sowohl Beratungsangebote als auch finanzielle Mittel, begleitet von kontinuierlicher Bewusstseinsbildung.. 

Ein ähnliches LEADER-Projekt wurde auch in der Region Regio Schwaz durchgeführt. Bei Kindergemeinderat Vomp, Terfens stand, wie der Name bereits vermuten lässt, ebenfalls die Gründung eines Jugendgemeinderates im Vordergrund. Spannend ist hier auch, auf welche Altersstufen fokussiert wurde, nämlich vor allem Kinder zwischen der dritten Klasse Volksschule und der ersten Klasse Mittelschule oder Gymnasium. Mit dem Kindergemeinderat wurde ein Gremium geschaffen, das als offizielles Vertretungsorgan der Kinder in den Gemeinden Vomp und Terfens dient. Neben der Entwicklung von Projektideen liegt besondere Bedeutung auch auf deren Umsetzung, wofür ein eigenes Budget zur Verfügung gestellt wurde, über dessen Verwendung gemeinschaftlich entschieden wird. Damit werden die Kinder nicht nur aktive Beteiligte der Gestaltung ihrer Umwelt, sondern sammeln auch bereits in jungem Alter praktische Erfahrungen mit Politik. Damit sind sie nicht nur Bürgerinnen und Bürger von morgen, sondern Gestalterinnen und Gestalter der Gegenwart.

Die Projektbeispiele zeigen, wie viel LEADER zum #weiterdenken beitragen kann. Durch verschiedene Zielsetzungen und unterschiedliche Ausmaße der Beteiligung leisten sie alle unglaublich wichtige Arbeit, um das Potential der Jugend für die Entwicklung der Regionen zu nutzen und gleichzeitig die Bindung dieser Generation zu ihren Regionen zu stärken. Im wahrsten Sinne des Wortes zeigen die Projektbeispiele, wie es gelingen kann, Zukunft mit der nächsten Generation zu gestalten.

Und dennoch handelt es sich hier nur um eine Auswahl von Projekten, die keineswegs den Anspruch einer vollständigen Übersicht über alle Projekte des Jugendempowerments in Österreich hat. Die Bearbeitung dieses Themas mit LEADER ist so vielfältig, wie die 83 LEADER Regionen selbst. Am Ende zeigt die Arbeit in diesen Regionen jedoch deutlich: wer heute Mut zum #weiterdenken hat, baut das Fundament für ein erfolgreiches Morgen.

Umfrage zur extensiven Beweidung in Österreich

Klimaschutz
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen

Im Rahmen des Projekts WIN #landwirtschaft haben der Verein Hirtenkultur, Suske Consulting und BirdLife Österreich Weidetierhalter*innen befragt und die Umfrageergebnisse nun veröffentlicht.

Eine extensive, auf den Standort angepasste Beweidung ist ein Schlüsselfaktor für mehr Artenvielfalt, gesunde Böden und auch für den Klimaschutz. In den außeralpinen Regionen Österreichs ist die Beweidung als ehemals traditionelle Bewirtschaftungsform großteils in Vergessenheit geraten, ein Wiedereinstieg für Landwirt:innen oftmals schwierig. Auf der anderen Seite denken Landwirt:innen, die noch die Weidetierhaltung betreiben, an deren Aufgabe. Weidewirtschaft reduziert sich mehr und mehr auf Betriebe mit viel Idealismus oder günstige Lagen.

Mit der Veranstaltungsreihe WIN #Beweidung soll eine Austauschplattform für Behörden, landwirtschaftlichen Praktiker:innen, Vertreter:innen der Landwirtschaftskammern, Vertreter:innen des Naturschutzes und anderen Stakeholder:in nen geschaffen werden. Gemeinsam sollen im Rahmen von Workshops Empfehlungen und Lösungsvorschlägen zur Förderung Beweidung im außeralpinen Raum in Österreich entwickelt werden.

Als Vorbereitung zu den Workshops wurde eine Umfrage unter Weidetierhalter:innen durchgeführt, um relevante Herausforderungen sowie potenzielle Konzepte und Ideen zur Umsetzung einer extensiven Beweidung bis hin zur Behirtung zu erfassen.

Wie lange noch? SOLANGE … Groß denken und mutig sein

Geschlechtergleichstellung

Nach Innsbruck, Salzburg, Linz, Wien, Klagenfurt, Bad Ischl, Washington, Orléans, Ljubljana, Rabat, Köln, Bern, Düsseldorf und zahlreichen weiteren Städten kommt auf Einladung des WEIN/4-Festival 2026 eines der unübersehbaren Kunstwerke ins Weinviertel. Die Künstlerin stickt mit pinkem Tüll im traditionellen Kreuzstich in meterhohen Buchstaben einen SOLANGE-Satz auf das Gerüstnetz an der Westfassade des Siloturms der Hasitschka Agarhandel GmbH in Raasdorf bei Wien. Dieser Satz wird bis zur Eröffnung am 5. Mai geheim bleiben.

Alle Interessierten aus der Region sind eingeladen, eigene SOLANGE-Sätze einzureichen.
Sende uns deinen SOLANGE-Spruch direkt über die Website.

Seit dem Start des Projekts 2018 konnte Katharina Cibulka mit ihrem Team 33 Installationen weltweit in neun Ländern und sieben Sprachen sowie zwei Dialekten realisieren, die stets große Aufmerksamkeit generiert haben. Mit der Umsetzung des Kunstwerks im Rahmen des WEIN/4-Festival 2026 trägt die Künstlerin ein kraftvolles Statement in die Öffentlichkeit und will damit langfristig positive Impulse setzen.

Kommission startet eine Plattform für Frauen in der Landwirtschaft

Geschlechtergleichstellung
  • Ziel der Initiative ist es, Frauen in der Landwirtschaft zu stärken, ihre Vernetzung zu fördern und den Austausch von Erfahrungen und Best Practices zwischen Landwirtinnen in der EU zu ermöglichen.
  • Frauen spielen eine wichtige Rolle für Innovation, Nachhaltigkeit und Diversifizierung in ländlichen Regionen, sind jedoch weiterhin unterrepräsentiert: Nur etwa 32 % der landwirtschaftlichen Betriebe in der EU werden von Frauen geführt.
  • Die Plattform soll ein EU-weites Netzwerk von Landwirtinnen schaffen, das den Austausch von Erfahrungen, Wissen und bewährten Praktiken zwischen Frauen in der Landwirtschaft ermöglicht.
  • Ein zentrales Element der Plattform ist der Aufbau eines Mentoring-Netzwerks, in dem erfahrene Landwirtinnen jüngere oder angehende Landwirtinnen durch praktische Beratung, Wissensaustausch und etwaige Unterstützung begleiten.
  • Das können sowohl individuelle Treffen als auch Gruppenformate umfassen und sich auf praktische Themen wie Betriebsführung, Marktstrategien, Diversifizierung, Innovation oder langfristige Planung konzentrieren.
  • Die Plattform wird außerdem einen Online-Kommunikation (über Microsoft Teams) bieten, der mithilfe einer Übersetzungstechnologie Kommunikation in allen 24 EU-Amtssprachen ermöglicht und eine grenzüberschreitende Unterhaltung erleichtert.
  • Die Mitglieder selbst können Themen und Formate der Zusammenarbeit mitgestalten, sodass sich die Plattform an den tatsächlichen Bedürfnissen von Frauen in der Landwirtschaft orientiert.

Anmeldung und Teilnahme:

  • Interessierte Personen, die in der EU leben und in der Landwirtschaft oder in einem landwirtschaftsnahen Bereich tätig sind, können sich für eine Mitgliedschaft in der Plattform bewerben.
  • Für die Teilnahme an der Plattform ist ein aktives Microsoft-365-Konto erforderlich, das den Zugang zu SharePoint und Microsoft Teams ermöglicht. Außerdem müssen Teilnehmende über die nötigen technischen Voraussetzungen verfügen, etwa einen aktuellen Webbrowser und eine stabile Internetverbindung.

Bewerbungsfrist: 30. April 2026