Der innovate! zukunftsdialog 2025: Eine Bühne für EIP-AGRI

Innovation

Unter dem Titel innovate! Zukunftsdialog trafen sich im Dezember 2025 hunderte Vertreterinnen und Vertreter aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Fachleuten aus der Forschung, Wirtschaft und Politik in Osnabrück, um aktuelle Herausforderungen – von Digitalisierung über KI bis hin zu nachhaltiger Kreislaufwirtschaft – gemeinsam zu diskutieren und praxisnahe Innovationslösungen zu entwickeln. Christian Werni, Fachberater und Projektmanager im Referat Pflanzenbau der LK Steiermark und Projektleiter des EIP-AGRI-Projekts Ammosafe war für das Netzwerk Zukunftsraum Land dabei und ist mit einem Motivationsschub und vielen neuen Kontakten nach Hause gekommen.

Elisabeth Gumpenberger: Christian, du warst im Dezember beim innovate! zukunftsdialog in Osnabrück mit dabei. Was hat dich zu dieser Reise bewogen?

Christian Werni: Schon Anfang letzten Jahres hatte ich von Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland von dieser größten deutschsprachigen Messe zum Thema „Farm and Food“ gehört und war neugierig geworden. 

Als wenig später das Team der Innovation Brokerage vom Netzwerk Zukunftsraum Land zur Bewerbung für eine Teilnahme aufrief, packte ich die Gelegenheit beim Schopf und bewarb mich um ein Ticket. Die Gelegenheit, die eigenen Projekte (EIP-AGRI-Projekt „Ammosafe – Emissionsarme Düngung durch Nährstoffrückgewinnung“ sowie „CircularFood“ der FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft, Anm.) einem breiten, vielfältigen Publikum präsentieren zu können und unterschiedlichste Kontakte zu knüpfen, wollte ich mir nicht entgehen lassen. Osnabrück ist ja stark landwirtschaftlich geprägt, mit großen Landtechnik-Firmen und Hochschulen im Agrarsektor, insofern war es besonders reizvoll, dort hinzufahren und mir anzusehen, was sich in der Agrar- und Ernährungwirtschaft tut und welche Start-ups hier auch aktiv sind.

Elisabeth Gumpenberger: Du wurdest für die Teilnahme ausgewählt, um – gemeinsam mit vier anderen EIP-AGRI-Projektvertreterinnen und -vertretern aus Deutschland – einen EIP-AGRI-Stand zu betreuen und so genannte Conversation Starter durchzuführen. Was ist damit gemeint?

Christian Werni: Die Conversation Starter waren kurze Gesprächsrunden in einem kleineren Rahmen, die wir mit einem ganz kurzen Pitch zu unseren Projekten eröffneten, bevor dann eine Diskussion folgte. Hier hatte ich Zuhörinnern und Zuhörer im Publikum, die ganz bewusst zu meinen Themen und Projekten gekommen waren und spannende Fragen und Beiträge lieferten. Für mich war es ein großer Motivationsschub, dass ich so viel Interesse an meinen Themen wahrnehmen konnte – vor allem zur Gülleaufbereitung für Dünger und Kreislaufwirtschaft. Ich habe gemerkt, dass wir an den richtigen Themen dran sind und uns in Österreich nicht verstecken müssen. Wir sind am Zahn der Zeit und sehr innovativ unterwegs. Landwirtinnen und Landwirte sowie Expertinnen und Experten für Emissionen kamen auf mich zu und wollten sich austauschen, das war großartig. Überhaupt wurde mir bald klar, was das Besondere an dieser Veranstaltung ist: Die Stimmung war durchweg locker und ungezwungen, jeder traute sich, andere anzusprechen und Fragen zu stellen. Dieser extrem offene Zugang hat mich überrascht. Das hat zu einem super Austausch geführt, der wirklich auf Augenhöhe stattfand – egal, wer das Gegenüber war.

Elisabeth Gumpenberger: Hast du neue Kontakte geknüpft oder Kooperationspartnerinnen und -partner gefunden?

Christian Werni: Ich habe mehrere potenzielle Partnerinnen und Partner kennengelernt und viele inspirierende Menschen, die ich gerne mal zu Vorträgen für meine eigenen Veranstaltungen einladen würde. Ganz besonders beeindruckt hat mich ein Landwirt mittleren Alters mit abgeschlossenem Doktoratsstudium und mindestens 15 neuen Ideen im Kopf, die er mithilfe seines riesigen und vielseitigen Netzwerks weiterverfolgt. Von solchen Leuten kann man viel lernen, und es war wahnsinnig bereichernd, mit ihm sprechen zu können.

Elisabeth Gumpenberger: Was nimmst du dir von der Veranstaltung fürs österreichische Innovationsökosystem in der Land- und Forstwirtschaft mit?

Christian Werni: Der praxisnahe Bottom-Up-Ansatz von EIP-AGRI-Projekten ist meiner Meinung nach der beste Weg, um Probleme zu lösen. Die Multi-Akteurs-Gruppe verbindet Forschung und Praxis optimal. Regelmäßige Präsenzveranstaltungen, bei denen EIP-AGRI-Projekte sich präsentieren und austauschen können, wären enorm wichtig, um das Potenzial, das in den Projekten steckt, zu hebeln. Wir können sicherlich viel von den Kolleginnen und Kollegen in Deutschland lernen, wenn es darum geht, so wie beim innovate! zukunftsdialog eine starke Bühne für EIP-AGRI-Projekte zu schaffen. Danke an dieser Stelle an die Deutsche Vernetzungsstelle und Niedersachsen.next für die erstklassige Betreuung! Für Österreich würde ich mir wünschen, dass die „EIP-Bubble“ ebenfalls geöffnet wird und es uns gelingt, die EIP und ihre Projekte bekannter zu machen.

Nachbericht: Webinar „Vergaberecht Update: aktuelle rechtliche Vorgaben und Anforderungen für die Vergabe im Kontext von Förderungen und ländlicher Entwicklung”

Lebensqualität

Das Vergaberecht ist für viele Akteure und Akteurinnen der Regionalentwicklung ein wichtiges und herausforderndes Thema. Es gibt regelmäßig gesetzliche Aktualisierungen in diesem Bereich. Schon 2019 lud Netzwerk Zukunftsraum zu einem Webinar zum Thema Vergaberecht ein. Am 28. Jänner 2026 wurde in einer zweiten Auflage ein Webinar mit einem Fokus auf aktuelle rechtliche Vorgaben und Anforderungen im Vergaberecht organisiert.

Zwei Vorträge standen im Mittelpunkt: Das Impulsstatement von Stefan Ullreich (Finanzprokuratur) widmete sich primär den Neuerungen im Entwurf des neuen Vergaberechtsgesetzes 2026. Der Input von Michael Zehetmayer (AMA) hatte im Fokus die korrekte Verwendung der Antragsunterlagen sowie häufige Fehler beim Bearbeiten dieser. Besonders freut uns auch das überwältigende Interesse an diesem Webinar – wir bedanken uns bei 237 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die im Anschluss an die Vorträge in Diskussionsrunden spannende Aspekte und Fragen eingebracht haben.

Doch was sind zentrale Aussagen aus dem Webinar, zu welchen Themen können Sie auf unserer Veranstaltungsseite mehr erfahren?

  • Besonders hervorzuheben sind die neuen Schwellenwerte im Vergaberechtsgesetz 2026. Bei Liefer- und Dienstleistungen liegen diese 2026 so beispielsweise bei bis zu 200.000 €, abhängig u.a. von der Art der jeweiligen Leistung.
  • Auch im Bereich der Auftragswertschätzung ist Stefan Ullreich auf wesentliche Punkte im neuen Vergaberechtsgesetz eingegangen, um hier möglichst viel Klarheit zu Aspekten wie der Auftragszusammenrechnung oder der Vergabe in Losen zu schaffen.
  • Der Vortrag der AMA widmete sich primär dem Formblatt zur Antragseinreichung und vielen relevanten Details bezüglich dessen Befüllung. 
  • Hilfreiche Praxisbeispiele mit besonders komplexen Ausgangssituationen könnten ebenfalls für alle Interessierten von Relevanz sein – ein Blick in die Veranstaltungsunterlagen mit den Präsentationen der beiden Referenten sei hier nochmals empfohlen.

Wir möchten uns an dieser Stelle erneut herzlich bei Stefan Ullreich von der Finanzprokuratur, Michael Zehetmayer von der AMA und Ihnen allen für Ihr reges Interesse bedanken! Die Dokumentation der Fragen und Antworten der Diskussionsrunden ist derzeit noch in Bearbeitung und wird den Teilnehmenden des Webinars in Kürze zur Verfügung gestellt. 

Neuer Aufruf: Einreichung für Förderung von ländlichen Innovationssystemen (77-03) LIP

Innovation

Die Eckdaten:

  • Maximal dreijährige Projektlaufzeit
  • 350.000 Euro Fördersumme (maximal für die gesamte Projektlaufzeit) mit bis zu 100 % Förderung
  • Personal,- Sach- und Investitionskosten können zur Förderung eingereicht werden
  • Fördergeber: EU, Bund (BMLUK), Länder
  • Bewilligende Stelle der Fördermaßnahme: Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft

Was ist eine Ländliche Innovationspartnerschaft im Rahmen des GAP-Strategieplans? Zum Netzwerk Video!

Sie suchen Beispiele für bereits aktive Ländliche Innovationspartnerschaften? Besuchen Sie die Projektdatenbank von Netzwerk Zukunftsraum Land. 

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Auf unserer Website unter Innovationsbrokerage finden Sie nähere Informationen und wichtige Links.

Netzwerk-Podcast: Grüne Strukturen mit Mehrwert – Wie Mehrnutzenhecken Landschaften verändern

Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Natürliche Ressourcen

Im Gespräch mit Judith Drapela-Dhiflaoui, Netzwerk Zukunftsraum Land, beleuchtet Stefan Lehner von der Niederösterreichische Agrarbezirksbehörde die vielfältigen Funktionen von Mehrnutzenhecken – von Erosions- und Windschutz über Mikroklimaverbesserung bis hin zur Förderung der Artenvielfalt.

Dabei wird deutlich: Mehrnutzenhecken sind weit mehr als nur landschaftsgestaltende Elemente. Richtig geplant und standortangepasst umgesetzt, wirken sie als natürliche Schutzschilde gegen Wind- und Wassererosion, reduzieren die Austrocknung von Böden und tragen dazu bei, Wasser länger in der Fläche zu halten. Gerade in Zeiten zunehmender Wetterextreme gewinnen diese Funktionen stark an Bedeutung.

Ein weiterer Schwerpunkt des Podcasts liegt auf der ökologischen Wirkung: Hecken schaffen wertvolle Lebensräume und Vernetzungsstrukturen für Vögel, Insekten und Kleinsäuger. Sie bieten Nahrungsquellen, Brutplätze und Überwinterungsmöglichkeiten und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität in intensiv genutzten Agrarlandschaften. Gleichzeitig verbessern sie durch Beschattung und Windbremsung das Mikroklima angrenzender Kulturen – was sich positiv auf Ertragssicherheit und Pflanzengesundheit auswirken kann.

Der Podcast bietet praxisnahe Einblicke in Planung, Aufbau und Pflege von Mehrnutzenhecken. Auch wirtschaftliche Aspekte kommen zur Sprache. Der Podcast richtet sich an Landwirtinnen und Landwirte, Beraterinnen und Berater, Gemeinden und alle, die sich für eine zukunftsfähige Landnutzung interessieren.

Netzwerk-Erklärvideo: Acker-Biodiversitätsflächen: Vielfalt in der Agrarlandschaft

Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Natürliche Ressourcen

Durch Erosion, Wasserknappheit oder strukturarme Landschaften steht die Landwirtschaft zunehmend unter Druck. Extreme Wetterereignisse – von langen Trockenperioden bis hin zu Starkregen – setzen den Böden zu, wertvolle Humusschichten gehen verloren und die Wasserspeicherfähigkeit sinkt. Gleichzeitig verschwinden in ausgeräumten Agrarlandschaften wichtige Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen.

Landwirt Paul Weiß aus Lassee berichtet aus der Praxis über Acker-Biodiversitätsflächen, Mehrnutzenhecken, die Vielfalt an landwirtschaftlichen Kulturen, und warum eine nachhaltige Bewirtschaftung für eine lebendige Landwirtschaft entscheidend ist.

In seiner Region rund um Lassee zeigen sich die Herausforderungen besonders deutlich: Wind- und Wassererosion können fruchtbare Böden abtragen, während Trockenheit die Erträge unsicher macht. Acker-Biodiversitätsflächen bieten hier einen wichtigen Lösungsansatz. Sie werden gezielt aus der intensiven Produktion genommen und mit vielfältigen Blühmischungen oder mehrjährigen Pflanzenbeständen begrünt. Dadurch entstehen Lebensräume für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge, für Nützlinge wie Laufkäfer und für Feldvögel.

Aufruf zur Einreichung – Förderung landwirtschaftlicher Erzeugnisse

Lebensmittelversorgung

Die Europäische Kommission kofinanziert Kampagnen zur weltweiten Förderung europäischer Agrarprodukte und zur Steigerung der Bekanntheit von EU-Agrarprodukten auf neuen Märkten.

Es werden bis zu 15 verschiedenen Themenbereiche gefördert. Unter anderem EU-Qualitätssysteme, geografische Angaben, ökologische und nachhaltige Produkte und vieles mehr.

EU GAP-Netzwerk – aktuelle Veranstaltungen

Unkategorisiert

Das Netzwerk dient als Forum für den Wissens- und Informationsaustausch zwischen nationalen GAP-Netzwerken, Organisationen, Verwaltungen, Forscher:innen, Unternehmer:innen und Anwender:innen (z. B. durch Peer-to-Peer-Learning und bewährte Praktiken) in den Bereichen Landwirtschaft und Politik für den ländlichen Raum.

Das EU GAP-Netzwerk hält regelmäßig Workshops, Working Groups, Seminare u.a. zu aktuellen Themen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab, zu denen Vertreter:innen aus allen Mitgliedsstaaten herzlich eingeladen sind. Von diesem regelmäßigen Austausch profitieren alle Teilnehmenden.

Good Practice Webinar: Territoriale Instrumente – Lehren für die Zukunft

Dieses Good Practice-Webinar soll zeigen, wie territoriale Instrumente und Ansätze – wie LEADER/CLLD, Integrated Territorial Investments (ITIs) und Smart Villages – in der Praxis funktionieren. Erfolgreiche Erfahrungen aus ländlichen Regionen Europas werden präsentiert und Erkenntnisse geteilt, die eine zukünftige Umsetzung unterstützen können.

Termin:

  • 22.04.2026, 09:00 bis 13:00h online

Anmeldung bis 24. März 2026

Weitere Informationen und Anmeldung

Workshop: Anbau alternativer Kulturen für neue Marktchancen in einem sich wandelnden Klima

Das Hauptziel des Workshops ist es, praktische Beispiele und Erfahrungen, innovative Ansätze und Projektergebnisse zu teilen, die Landwirt:innen helfen können, fundierte Entscheidungen zur Diversifizierung ihrer Anbausysteme als Reaktion auf den Klimawandel in verschiedenen europäischen Regionen zu treffen. Praktische Informationen zur Eignung der Pflanzen, Anbaupraktiken und Marktmöglichkeiten für alternative Kulturen werden Schlüsselfaktoren zur Unterstützung dieses Ziels sein.

Termin:

  • 22.-23.04.2026 in Wien, Österreich

Anmeldung bis 29. Jänner 2026

Weitere Informationen

Konferenz: Wasserresilienz in der Landwirtschaft – Innovation in der Praxis

Die Konferenz konzentriert sich auf folgende thematische Cluster:

  • Kreisförmiges Wassermanagement
  • Klimaresistente und weniger wasserintensive Kulturen und Anbausysteme (z. B.  Wechselkulturen)
  • Digitale Werkzeuge, Bewässerungseffizienz, präzise Bewässerung
  • Naturbasierte Lösungen (einschließlich Wassernutzung)
  • Bodenmanagement
  • Wasserqualität / Wasserverschmutzung

Termin:

  • 19.-21.05.2026 in Hamburg, Deutschland

Bewerbung bis 09. Februar 2026

Weitere Informationen und Bewerbung

Policy Action Lab: Verankerung ländlicher Gebiete in den nationalen und regionalen Partnerschaftsplänen

Da sich der Finanzierungszeitraum 2028-2034 nähert, reflektieren die für die Ausarbeitung der zukünftigen Nationalen und Regionalen Partnerschaftspläne (NRPPs) zuständigen Mitgliedstaaten darüber, wie sie ihre Ressourcen am besten nutzen und die Zeit nutzen, die für die Entwicklung und Verhandlung der Pläne zur Verfügung steht. Sie reflektieren auch über oder haben bereits begonnen, die Partnerschaft zwischen Behörden und Organisationen aufzubauen, die an der Planung, Umsetzung und Überwachung der Zukunftspläne beteiligt sein sollten. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um zu diskutieren, wie die Pläne die ländlichen Herausforderungen in der Vielfalt europäischer Kontexte am besten beantworten und wie das Partnerschaftsprinzip effektiv angewendet werden könnte, um ländliche Behörden und Vertreter einzubeziehen.

Termin:

  • 03. Juni 2026, 09:00 – 17:00h, Thon Hotel, Brüssel

Anmeldung bis 24. April 2026

Weitere Informationen und Bewerbung

Cross-visits 2026 für EIP-AGRI Operationale Gruppen

Das Hauptziel der Cross-Visits ist es, einen tiefgehenden, transnationalen Wissensaustausch zu fördern, indem EIP-AGRI-Operationsgruppenprojekte (OGs) aus verschiedenen Mitgliedstaaten verbunden werden, die im selben Arbeitsbereich tätig sind.

Es stehen drei Cross-Visits zur Auswahl

  • Pflanzengenetische Ressourcen
  • Robotik und künstliche Intelligenz
  • Produktion von Proteinkulturen unter Klimawandel

Termin:

  • 15.-19.06.2026 – Orte werden noch bekanntgegeben

Anmeldung bis 20. Februar 2026

Weitere Informationen und Anmeldung

Wahl der Biodiversitäts-Botschafter:innen 2026

Innovation
Klimaschutz
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen

Bäuerinnen oder Bauern, die…

  • sich mit Herzblut für Biodiversität und den Erhalt der Natur einsetzen?
  • innovative Wege gehen, um Landwirtschaft und Artenvielfalt in Einklang zu bringen?
  • ihr Wissen mit anderen teilen, um nachhaltige Landwirtschaft weiterzutragen?

können noch bis 8. Februar 2026 nominiert werden.

Farming for Nature will Bäuerinnen und Bauern sichtbar machen, die Herausragendes für den Erhalt der Vielfalt leisten. Als Biodiversitäts-Botschafter:innen zeigen sie, dass Naturschutz und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen. Sie erzählen ihre Geschichten und geben Einblick in ihre Höfe als Inspiration und Vorbild.

Jetzt bei WIN #landwirtschaft einreichen: 1 Mio. Euro für innovative Naturschutzprojekte in der Landwirtschaft

Innovation
Klimaschutz
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen

Mit einem Finanzierungsvolumen von einer Million Euro startet heute die erste Ausschreibung von WIN #landwirtschaft. Blühendes Österreich – BILLA gemeinnützige Privatstiftung finanziert in Österreich Projekte, die Naturschutz und Landwirtschaft verbinden. Gesucht werden Vorhaben, die gefährdete landwirtschaftlich geprägte Lebensräume sichern, verbessern oder wiederherstellen und damit unmittelbar zu messbarem Biodiversitätserfolg beitragen. Projekte einreichen können Bäuerinnen und Bauern, landwirtschaftliche Initiativen sowie alle, die einen aktiven Beitrag zum Naturschutz in der Landwirtschaft leisten wollen.

Welche Projektideen gesucht werden

Inhaltlich adressiert die Ausschreibung Projekteinreichungen zur Sicherung, Wiederherstellung oder Verbesserung von Lebensraumtypen, die für Österreichs Artenvielfalt besonders bedeutsam sind. Dazu zählen unter anderem Rekultivierung von Streuobstwiesen, Beweidung von Trockenrasen und Halbtrockenrasen, Sicherung von Bergwiesen und Bergmähdern, Wiederherstellung von Feuchtwiesen oder Wiedervernässung sowie die Anlage von Hecken und naturnahen Landschaftsstrukturen. Ebenso werden Projekte zur Förderung des Vogelschutzes in agrarisch genutzten Gebieten gesucht.

Die Finanzierung in Höhe von einer Million Euro wird von Blühendes Österreich aus dem Stiftungsbudget bereitgestellt. „Tausende Österreicherinnen und Österreicher unterstützen mit der Spende ihres Leergutpfands bei BILLA die Projektfinanzierung. Landwirtschaft und Naturschutz ist den Menschen in unserem Lande ein großes Anliegen. Mit WIN #landwirtschaft ermöglichen wir hierzu Leuchtturmprojekte“, so Maria Patek, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus a.D. und Vorständin Blühendes Österreich.

Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, betont: „Der Schutz der Artenvielfalt und die Stärkung der Landwirtschaft sind zentrale Zukunftsaufgaben. WIN #landwirtschaft bietet dafür neue Möglichkeiten und setzt Impulse für nachhaltige Lösungen im ländlichen Raum.“

Ablauf und Begleitung der Projekte

Die Einreichphase läuft von 16. Dezember 2025 bis 28. Februar 2026. Anschließend bewertet ein Fachbeirat die Projekte hinsichtlich ökologischer Wirkung, Flächenpotenzial und Innovationsgrad. Die ausgewählten Vorhaben starten im Mai 2026. Bestandteil des Programms sind mehrtägige WIN Workshops, in denen Expertinnen und Experten aus Naturschutz, Landwirtschaft und Wissenschaft die Projektteams begleiten. Die wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation der Projekte erfolgt durch den UNESCO Chair für Sustainable Management of Conservation Areas an der FH Kärnten. Kommunikationspartner ist der Verein „Land schafft Leben“, wodurch eine der reichweitenstärksten Informationsplattformen zu Landwirtschaft und Lebensmitteln für WIN #landwirtschaft genutzt wird. Die Projektträgerinnen und Projektträger erhalten zusätzlich Unterstützung bei der Mobilisierung weiterer Fördermittel aus öffentlicher Hand, von Gemeinden sowie aus der Privatwirtschaft.

Werkstätten als Ausgangspunkt

Im Herbst 2025 wurden erste Projektideen im Rahmen der WIN #landwirtschaft Werkstätten bereits konkretisiert. In Wien, Innsbruck und Villach entwickelten mehr als 70 Personen aus Landwirtschaft und Naturschutz ihre Ansätze für Renaturierungs- und Naturschutzprojekte weiter. Diese Werkstätten haben fachliche Impulse geliefert und zeigen das bestehende Potenzial im Sektor. Die dort entstandenen Ideen können jetzt in der Ausschreibung eingereicht werden. Zugleich steht die Ausschreibung für neue Projektvorhaben offen, die bislang noch nicht am Prozess teilgenommen haben.

WIN #landwirtschaft: Landwirtschaft und Naturschutz

Ronald Würflinger, Generalsekretär Blühendes Österreich, unterstreicht den innovativen Ansatz: „Mit WIN #landwirtschaft ermöglichen wir, dass Bäuerinnen und Bauern österreichweit ihre Ideen erarbeiten und umsetzen. Unsere Finanzierung ergänzt öffentliche Förderprogramme und finanziert grundlegende Maßnahmen. Dazu zählen Investitionen in Wasserversorgung, Stallbauten, Zäune, Weideinfrastruktur und andere Schritte zur Wiederherstellung extensiv genutzter landwirtschaftlicher Flächen.“

Die Berg- und Almbäuerin Tanja Moser, Mitglied des Expert:innenteams von WIN #landwirtschaft, ergänzt: „Damit artenreiche Wiesen, Weiden und Feuchtflächen nicht weiter verschwinden, braucht es neue Ideen, starke Partnerschaften und eine entschlossene Umsetzung. Ich freue mich auf die Projekte, die daraus entstehen werden.“

Hinter WIN #landwirtschaft steht die Werkstatt Innovation Natur. Das Projekt ist eine Pionierinitiative im Bereich Public Private Partnership. Getragen wird sie von BirdLife Österreich, Blühendes Österreich – BILLA gemeinnützige Privatstiftung und Impact Hub Vienna. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der GAP Maßnahme „Zusammenarbeit Landwirtschaft und Umweltschutz 77-02“, bei der die Förderung innovativer Kooperationen zur Erhaltung und Entwicklung artenreicher Landwirtschaftsflächen im Mittelpunkt steht. Das Vorhaben wird mit 622.828 Euro an Mitteln aus der Ländlichen Entwicklung (damit von Bund, Ländern und Europäischer Union) unterstützt. Blühendes Österreich – BILLA gemeinnützige Privatstiftung stellt zusätzliche eine Million Euro für Projektfinanzierungen bereit. Das Gesamtvolumen beträgt damit rd. 1,6 Millionen Euro. Die Projektlaufzeit von WIN #landwirtschaft erstreckt sich von 2025 bis 2028. Ziel ist der Aufbau einer österreichweiten Vernetzungsplattform, die Akteurinnen und Akteure aus Landwirtschaft und Naturschutz langfristig zusammenführt.

Projekte können ab sofort bis 28. Februar 2026 eingereicht werden.

Aufruf zur Einreichung: IMCAP-2026-INFOME

Unkategorisiert

Im Rahmen der Aufforderung zur Einreichung von Anträgen für Informationsmaßnahmen im Zusammenhang mit der GAP (IMCAP-2026-INFOME) kofinanziert die Europäische Kommission Projekte, die darauf abzielen, Interessenträger, Studierende und besonders die breite Öffentlichkeit über die GAP zu informieren. Die Projekte können audiovisuelle Aktivitäten, Besuche landwirtschaftlicher Betriebe usw. umfassen.

Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen endet am 14. Januar 2026.