WoodPoP Dara Award – Public Voting

Innovation
Klimaschutz
Natürliche Ressourcen

Die von Österreich getragene pan-europäische Holzpolitik-Plattform WoodPoP wächst um eine weitere Facette:
Im Rahmen des 5. High Level Meetings in Prag am 26. November 2026 wird heuer erstmals der woodPoP DARA Award vergeben. Ausgezeichnet werden herausragende Holzbauprojekte aus ganz Europa in den vier Kategorien Holzbarchitektur, Bautechnik, Innovation und Kreislaufwirtschaft.

Mit dem von Österreich initiierten Preis werden innovative Ideen und Projekte europaweit sichtbar gemacht und ihr Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft gewürdigt.
Insgesamt wurden 59  Holzbauprojekte aus 22 europäischen Ländern eingereicht. Die Gewinnerprojekte werden von einer fachkundigen Jury ausgewählt.
Zusätzlich kann die Öffentlichkeit im Rahmen eines Publikumsvotings ihren Favoriten wählen.

Bis zum 30. September abstimmen!

 

Podcast #9: Das Programm für Ländliche Entwicklung LE 14-20

Innovation
Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen

Welche Ziele verfolgte das Programm für die Ländliche Entwicklung LE 14–20 – und welche Erfolge konnten in Österreich erzielt werden? Darüber sprechen Franz Meier und Theresa Gehmair vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft in dieser Podcast-Folge.

Sie geben Einblicke in die Umsetzung des Programms, berichten über Ergebnisse und zeigen auf, wie Fördermaßnahmen zur Stärkung von Landwirtschaft, Umwelt, Klima und regionaler Entwicklung beigetragen haben.

Weiterführende Informationen finden Sie hier!

Hackathon 2026: Digitale Ideen für die Landwirtschaft der Zukunft gesucht

AKIS-Kooperationsstelle
Innovation
Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Natürliche Ressourcen

Wie können digitale Technologien Landwirtinnen und Landwirten den Arbeitsalltag erleichtern? Mit dieser Frage beschäftigt sich der erste EU Agri-Hackathon, den die Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (GD AGRI) der Europäischen Kommission von 16. bis 18. Oktober 2026 als Online-Veranstaltung organisiert. Gesucht werden innovative digitale Lösungen, die den Verwaltungsaufwand reduzieren, landwirtschaftliche Daten besser nutzbar machen und die Zusammenarbeit entlang der Agrar- und Lebensmittelkette stärken.

Im Mittelpunkt stehen Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI), intelligente Algorithmen und digitale Farm-Management-Systeme. Ziel ist es, praxistaugliche Anwendungen zu entwickeln, die Landwirtinnen und Landwirte konkret unterstützen und gleichzeitig zu einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft beitragen.

Bis zu 15 interdisziplinäre Teams mit jeweils drei bis vier Personen arbeiten während des 48-stündigen Hackathons an einer von drei Herausforderungen:

  • Weniger Bürokratie – Formulare und Verwaltungsaufgaben vereinfachen.
  • Bessere Datennutzung – landwirtschaftliche Daten für eine effizientere Bewirtschaftung verknüpfen.
  • Mehr Zusammenarbeit – den Datenaustausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren der Agrar- und Lebensmittelbranche verbessern.

Teilnehmen können Landwirtinnen und Landwirte, Studierende, Forschende, Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler, Datenexpertinnen und Datenexperten, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Fachleute aus Politik und Verwaltung. Bewerbungen sind sowohl als Einzelperson als auch als bereits bestehendes Team möglich. Einzelpersonen werden vor dem Hackathon einem Team zugeteilt und lernen ihre Teammitglieder bei einer virtuellen Teambuilding-Veranstaltung kennen. Während des Wettbewerbs begleiten erfahrene Mentorinnen und Mentoren aus den Bereichen Landwirtschaft, IT, Datenwissenschaft und Politik die Teams.

Die überzeugendsten Lösungen werden von einer Fachjury ausgezeichnet. Das Siegerteam wird im Rahmen der EU Agri-Food Days im Dezember 2026 geehrt. Darüber hinaus werden Sonderpreise für die beste KI-basierte sowie die beste Open-Source-Lösung vergeben.

Jetzt bewerben!

Die Anmeldefrist endet am 31. August 2026 um 12:00 Uhr.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • EU-Bürger:in
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Ausreichende Englischkenntnisse für die Teilnahme am Wettbewerb

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission zum EU Agri-Hackathon.

Nachbericht: LEADER Jahrestagung 2026

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Lebensqualität
Natürliche Ressourcen
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Matthias Krenn (Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim/ LAG-Obmann) und Gerhard Hoffer (Land Kärnten) bekräftigten in ihren Begrüßungsworten die Bedeutung von LEADER und den Wert, den diese Methode in der ländlichen Entwicklung einnimmt.

Hartmut Berndt (BAG-LAG, Deutschland) liefert eine kritische Betrachtung zur wiederkehrenden Notwendigkeit, den LEADER-Mehrwert darzustellen. Aus seiner Sicht gibt es drei wesentliche Bereiche, bei denen LEADER einen Unterschied macht: Stärkung von Demokratie, Stärkung europäischer Werte und Verbesserung der Lebensqualität in den ländlichen Räumen. Für die Zukunft von LEADER brauche es, so Berndt, auf europäischer Ebene eine finanzielle Absicherung in Form einer Mindestdotierung und LEADER müsse als verbindlicher Ansatz im Rural Target festgelegt werden. Aber auch die Mitgliedsstaaten seien gefordert: eine starke Stimme der Akteur:innen und eine starke Ressortvertretung der ländlichen Räume bei der Erarbeitung des NRPP seien wichtig.

Im anschließenden Panel zeichnet Christian Rosenwirth (BMLUK) für Österreich ein optimistisches Bild zur Zukunft. Gemeinsam mit Ländern und Regionen werde derzeit versucht, LEADER zukunftsfit zu machen. Wichtig ist für ihn, LEADER nicht nur über das Management und die LEADER-Projekte zu bewerten, sondern auch die Netzwerke und die Wirkungen dazwischen sichtbar machen. Darüber hinaus gäbe es Herausforderungen, die von Bedeutung für Länder und Bund seien – hierauf sollten LAGs künftig einen Fokus legen.

Für Christian Kropfisch (Land Kärnten) ist der LEADER-Ansatz in Kärnten eine Erfolgsstory, durch den alle Gemeinden in regionale Strukturen eingebunden sind. Mit dem Kärntner Regionalentwicklungsgesetz wurden gemeinsame Zielsetzungen zwischen Ländern und Regionen definiert und damit die Basis für Kooperation auf Augenhöhe gelegt. Auch in der Multifonds-Finanzierung gehe man neue Wege, indem man stärker auf nationale Mittel und Kooperation mit Fachstellen des Landes setzt. Damit solle die regionale und lokale Ebene wieder stärker in der Lage versetzt werden, Projekte zu finanzieren und umzusetzen.

Dass man für den LEADER-Mehrwert in Österreich bereits einen guten Zugang gefunden habe, bekräftigt Wolfgang Berger (LEADER-forum). LEADER ist für ihn mehr als die Summe der Projekte und gekennzeichnet von großer Bereitschaft und Motivation, in den ländlichen Räumen zu gestalten. Dies bedeutet oft auch, Akzeptanz der Menschen für Veränderung vor Ort zu schaffen – hier kann LEADER eine wichtige Rolle spielen. LEADER werde künftig noch strategischer und fokussierter arbeiten. Den Rahmen dafür bildet das Konzept des “umfassenden Resilienzaufbaus“.

Michaela Oberlassnig (Bürgermeisterin Gemeinde Feld am See) konstatiert eine Verbesserung der Lebensqualität in ihrer Gemeinde über die letzten Jahre und dass dies auch mit LEADER zu tun habe. Dabei seien Initiativen von Vereinen oder jungen Menschen wichtig, aber auch größere Projekte (z.B. Nachmittagsbetreuung, Infrastruktur) werden von den Menschen sehr geschätzt. Die Zusammenarbeit auf regionaler Ebene sei eng und mit dem Ziel verbunden, zur besten Lebens- und Arbeitsregion zu werden.

Gastgeberin Katharina Spöck (LAG Nockregion Oberkärnten) knüpft hier an und beschreibt die regionale Leitinitiative „Auf dem Weg zur besten Lebens- und Arbeitsregion“. Negative Geburtenbilanz sei auch in der Nockregion größter Treiber für die sinkenden Bevölkerungszahlen, dennoch sehe die Region einige Ansatzpunkte für positive Bevölkerungsdynamik, nämlich Menschen zum Bleiben zu bewegen sowie Menschen zum Zuzug und zur Rückkehr zu gewinnen. Dafür haben sich alle 16 Gemeinden per Gemeinderatsbeschlüssen zu einer 10-Punkte-Charta bekannt. Auch für Unternehmen wurden Kriterien erarbeitet, um im Sinne eines „employer development“ die Arbeitsattraktivität zu steigern. Zusätzliche Synergien entstehen in der Region dadurch, dass LEADER, Tourismusmanagement sowie KEM und KLAR im „Kompetenzzentrum für Regionalentwicklung“ angesiedelt sind.

LAG-Managerin Christina Gassner gab einen Einblick in die LAG Elsbeere Wienerwald, die gelegen zwischen Wien und St. Pölten rund 41.000 Einwohner:innen umfasst.  Eine Selbstanalyse der Periode LE14-23 ergab, dass viele lokale/einzelgemeindliche Projekte umgesetzt werden was dazu führte, dass man sich in einem Strategieprozess nicht nur inhaltlich neu ausgerichtet, sondern auch Gremien verschlankt und umgebaut habe. Auch die Prozesse wurden umgestellt und man arbeitet dort nun mit thematischen Calls, die jeweils durch ein regionales Vorprojekt eingeleitet werden. Über die Jahre konnte die LAG dadurch auch das Finanzmittelspektrum von LEADER, KEM und FFG Förderungen ausweiten, indem es gelang, Mittel aus dem Erneuerbaren-Energie Ausbaugesetz, Horizon Europe, dem Sozialministerium sowie durch genehmigte LIN und LIP-Projekte zu erschließen.

Der zweite Teil des Vormittags war dem Peer-To-Peer Austausch in drei Gruppen gewidmet.

Eine Gruppe widmete sich der Frage, wie die Zukunft von LEADER durch die Leitungsgremien gestaltet werden kann und knüpfte dabei an den Roundtable der Obleute vom Vortag an. Die Teilnehmenden sprachen hier aktiv derzeitige Herausforderungen und Unsicherheiten mit dem Nationalen und regionalen Partnerschaftsplänen (NRPP) an. Wichtig war ihnen auch, Austausch, Zusammenarbeit und Weiterbildung der Obleute zu intensivieren und sich gezielt mit der Aktivierung einer nachfolgenden Funktionärsgeneration zu beschäftigen.

Austausch von Erfahrungen mit unterschiedlichen Förderprogrammen war der Schwerpunkt einer zweiten Gruppe. Als Einstieg diente in diesem Rahmen ein Vortrag von Sandra Herrmann und Sascha Ruhland (FFG), zu neuen Fördermaßnahmen der FFG im Rahmen der 5 EU-Missions. Im anschließenden Austausch wurde die Vielfalt genutzter Förderungen sichtbar, darunter Ländliche Innovationssysteme (LIN/ LIP), Reallabore, “Diversity Checks” sowie weitere Angebote der FFG. Mit Blick auf künftiges Arbeiten mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten sowie Forschungskooperationen führte die Diskussion zur zentralen Erkenntnis, dass mehr sektorübergreifende Zusammenarbeit und das Denken außerhalb etablierter “Silos” essentiell sei und es mehr Austauschformate dazu braucht.

In die Gruppe Synergien zwischen LEADER Region, Bundes- und Landesebene startete Anton Zimmermann (BMWET) mit Informationen zur VisionT, der neuen Bundesstrategie für Tourismus. Am Beispiel des Tourismus wurde dann gemeinsam diskutiert, wie gut die Verzahnung zwischen Tourismusakteur:innen und Regionalentwicklung regional sowie ebenen-übergreifend gelingt. Als Erfolgsfaktoren auf regionaler Ebene gelten gegenseitige Repräsentationen in Gremien, Themen wie Mobilität als gemeinsame Schnittstelle oder ein gemeinsam genutzter (Büro-)Standort. Über die Ebenen hinweg wünschen sich die Regionen mehr Abstimmung von Landesseite mit den Regionen und eine Einbeziehung in Strategieprozesse. Auch hier wurde die Wichtigkeit angesprochen, die tradierten Silos aufzubrechen, indem beispielsweise Kommunikation zwischen Landestourismusorganisationen und Destinationen künftig auch auf LEADER-Regionen ausgedehnt werden sollte.

Nachbericht: Evaluierung im Dialog – Evaluierung als Chance für Lernen und Weiterentwicklung

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Am 25. Juni 2026 lud das Netzwerk Zukunftsraum Land zur Veranstaltung „Evaluierung im Dialog“ in den Wissensturm Linz ein. Vertreterinnen und Vertreter des GAP-Strategieplan-Begleitausschusses, des Biodiversitätsbeirats, der Verwaltung, der Wissenschaft sowie weitere Stakeholder nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Evaluierungsarbeiten im Rahmen des GAP-Strategieplans 2023–2027 auszutauschen und deren Bedeutung für eine evidenzbasierte Weiterentwicklung agrarpolitischer Maßnahmen zu diskutieren.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Evaluierung nicht nur als verpflichtendes Instrument zur Erfolgskontrolle, sondern auch als Chance für Lernen, Wissensaufbau und eine wirksame Gestaltung politischer Maßnahmen genutzt werden kann. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) und der GAP-Strategieplan 2023–2027 bildeten dabei den konkreten Rahmen für die fachlichen Diskussionen.

Den Auftakt gestalteten Fiona Grossmann als Vertreterin der Europäischen Kommission und Isabella Grandl, Leiterin der Abteilung Agrarpolitik, Datenmanagement und Evaluierung des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. In ihren Beiträgen wurde die Bedeutung einer fundierten Evaluierung für die Weiterentwicklung der GAP hervorgehoben. Margarethe Schima-Tripolt (BMLUK) gab im Anschluss einen Überblick über die Struktur der Umsetzungsevaluierung des GAP-Strategieplans 23-27 und betonte die Rolle von Evaluierungen als Grundlage für transparente und nachvollziehbare politische Entscheidungen.

Schwerpunkt Agrarumwelt

Der erste Themenblock widmete sich den Umweltwirkungen des GAP-Strategieplans. Vorgestellt wurden Studien zum Beitrag der Maßnahmen zur Reduktion von Wassererosion von Elmar Schmaltz (Bundesamt für Wasserwirtschaft), zur Wirkung der ÖPUL-Maßnahme „Vorbeugender Grundwasserschutz Acker“ von Max Kuderna (Kooperation wpa-Beratende Ingenieure und Bundesamt für Wasserwirtschaft) sowie zur Akzeptanz biodiversitätsrelevanter ÖPUL-Maßnahmen von Maria Laura Bono (Datenkompass). Die Präsentationen verdeutlichten, dass Umweltmaßnahmen fachlich wirksam sein müssen und auch auf Akzeptanz bei den Betrieben angewiesen sind. Im anschließenden Austausch diskutierten die Teilnehmenden mit den Studienautorinnen und Studienautoren in Kleingruppen über Herausforderungen bei der Umsetzung sowie über mögliche Verbesserungen für die zukünftige Ausgestaltung von Maßnahmen.

Schwerpunkt Wirtschaftlichkeit und Tierwohl

Am Nachmittag standen Fragen der Wirtschaftlichkeit landwirtschaftlicher Betriebe und des Tierwohls im Mittelpunkt. Präsentiert wurden Evaluierungen zur ÖPUL-Maßnahme „Almbewirtschaftung“ von Andreas Klingler (HBLFA Raumberg Gumpenstein Research and Development), zu Tierwohlmaßnahmen im GAP-Strategieplan von Siegfried Pöchtrager und Johanna Huber (BOKU University) sowie zum Thema Bewässerung im Rahmen des Projekts „IrriGAP“ von Thomas Weninger (Konsortium Bundesamt für Wasserwirtschaft, BOKU University und Umweltbundesamt). Die vorgestellten Ergebnisse zeigten die Bedeutung einer ausgewogenen Betrachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte bei der Bewertung agrarpolitischer Maßnahmen. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit, Maßnahmen laufend auf ihre Praxistauglichkeit und Zielerreichung hin zu überprüfen.

Querschnittsthemen und Blick in die Zukunft

Im dritten Themenblock wurden übergreifende Fragestellungen behandelt. Dazu zählten Modellierungen zur Landnutzung in Österreich ohne Gemeinsame Agrarpolitik von Franz Sinabell (Kooperation Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, BOKU University, Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen und Statistik Austria), die Ergebnisse der Bäuerinnenstudie 2026 von Martina Schorn (Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen) sowie die Evaluierung von Innovationsprozessen im Rahmen von EIP-AGRI und ländlichen Innovationssystemen von Tobias Dudenbostel (technopolis group). Die Beiträge machten deutlich, dass Evaluierungen wertvolle Einblicke in gesellschaftliche, wirtschaftliche und strukturelle Entwicklungen liefern und damit eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des ländlichen Raums darstellen.

Ein wesentliches Element der Veranstaltung waren die moderierten Kleingruppengespräche. Diese ermöglichten einen direkten Dialog zwischen Studienautorinnen und Studienautoren, Verwaltung, Interessenvertretungen und weiteren Akteurinnen und Akteuren. Der intensive Austausch förderte das gemeinsame Verständnis für Evaluierungsergebnisse und deren Bedeutung für die Praxis. In den Kleingruppen-Diskussionen wurden zahlreiche konkrete Anregungen für die Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2028 gesammelt.

Fazit

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, welchen Mehrwert Evaluierungen für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik leisten können. Evaluierung wurde dabei nicht nur als Instrument der Rechenschaftspflicht verstanden, sondern vor allem als Grundlage für Lernen, Dialog und evidenzbasierte Entscheidungen. Die vorgestellten Studien und die intensive Diskussion unterstrichen die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Praxis, um die Wirksamkeit agrarpolitischer Maßnahmen weiter zu stärken und die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu bewältigen.

Workshop-Reihe: Strategien wirksamer steuern – mit Gender Mainstreaming bessere Ergebnisse erzielen

Geschlechtergleichstellung

Sie tragen Verantwortung für Programme, Strategien oder politische Maßnahmen und möchten deren Wirkung erhöhen? Gender Mainstreaming hilft Ihnen dabei, bestehende Strategien präziser, wirksamer und erfolgreicher umzusetzen.
Wenn unterschiedliche Lebensrealitäten von Frauen und Männern in Strategien, Programmen und Maßnahmen mitgedacht werden, entstehen:

  • wirksamere Maßnahmen, treffsicherere Mittelverwendung
  • stärkere Wirkung bei den Zielgruppen, bessere Zielerreichung
    und fundiertere Entscheidungen.

Die Workshop-Reihe ist für Menschen mit strategischer Verantwortung, Gestaltungsspielraum und Programmverantwortung, die politische und administrative Prozesse gestalten, gedacht.

Gemeinsam arbeiten wir daran:

  • Gleichstellungsperspektiven in bestehende Strategien zu
    integrieren
  • konkrete Gleichstellungsziele zu formulieren, Maßnahmen wirksamer
    auszurichten
  • Umsetzungsbarrieren zu erkennen, Steuerung klarer zu machen
    Wirkung messbarer zu gestalten

Am Ende haben Sie:

  • ein konkretes Gleichstellungsziel und konkrete Umsetzungsschritte
    für Ihren Arbeitsbereich
  • praxiserprobte Werkzeuge für die strategische Steuerung
  • Austausch mit anderen Entscheidungsträger:innen

Die Workshop-Reihe besteht aus 4 Einheiten:

01) Kick-off: Präsenzveranstaltung, wahlweise in Wien (16.11.2026), Innsbruck (30.11.2026),
Graz (02.12.2026)
02) Online-Workshop: Gleichstellungsziele entwickeln
03) Online-Kolloquien zu Vertiefungsthemen
04) Online-Workshop: Review

 

Bei Interesse an einer Teilnahme bitten wir um Anmeldung bis 15.09.2026 per Mail an karmen.mentil@zukunftsraumland.at

Rückblick auf das 1. OG Vernetzungstreffen

Innovation
Klimaschutz
Natürliche Ressourcen
Unter dem Motto „EIP-AGRI-Projekte #weiterdenken“ waren am 20. Mai die Vertreterinnen und Vertreter aller in der GAP-Periode 23-27 genehmigten Operationellen Gruppen zu einem ersten Vernetzungstreffen nach Linz eingeladen.

Unter der Leitung des Teams der Innovationsbrokerage im Netzwerk Zukunftsraum Land beschäftigten sich die Projektverantwortlichen mit der Frage, wie sie ihre Projekte schon jetzt #weiterdenken können, damit diese auch nach Projektende Nutzen stiften und die Projektergebnisse weiterleben. Es war ein intensiver Tag mit vielen guten Gesprächen, Impulsen und Ideen für die weitere Arbeit am Projekt!

In der Projektdatenbank von Netzwerk Zukunftsraum Land werden die genehmigten Operationellen Gruppen, die an neuartigen Lösungen rund um Emissionen, Pflanzengesundheit, Tiergesundheit, Biodiversität, Klimawandelanpassung, Digitalisierung und KI – um nur ein paar der vielfältigen Themengebiete zu nennen – arbeiten, vorgestellt.

Magazin „Blickpunkt Forschung“ 

Innovation
Klimaschutz
Natürliche Ressourcen
Das Magazin „Blickpunkt Forschung“ bietet anlässlich des neuen „Programms für Forschung und Entwicklung 2026-2030“ sowie des Jahresschwerpunkts „Wissenschaftskommunikation“ einen verständlichen Überblick über Forschungsaktivitäten der vergangenen Jahre anhand aktueller Projekte.

Es richtet sich an eine breite Leserschaft, von Expert:innen und Forschenden bis zur interessierten Fachöffentlichkeit, und erklärt die wissenschaftliche Arbeit das Ministerium, was seine forschungsaktiven Dienststellen, Partnerorganisationen und Projektnehmer:innen leisten und wie Forschungsergebnisse in die Praxis gelangen.

Eigene Beiträge zu DaFNE, europäischen Partnerschaften, Forschungskooperationen sowie zur Sicherheitsforschung KIRAS geben Einblicke in nationale und internationale Ebenen der Forschungsförderung.

Um Wissenschaft greifbarer zu machen, werden Forscher in Interviews und Porträts vorgestellt, zum Beispiel Günter Blöschl, „Wassernobelpreisträger 2025“ und „Neptun“-Staatspreisträger 2025.

Neben erfolgreichen Großprojekten wie die „Innovation Farm“, den „Bodenpionieren 2050“ und „IBest Schwein“ richtet das Magazin den Blick auf die acht Themenschwerpunkte des neuen Forschungsprogramms, die anhand von mehr als 20 laufenden und geplanten Projekten veranschaulicht werden.

Abschließend geben die Forschungskoordinator:innen der forschungsaktiven Dienststellen persönliche Einblicke in ihre Arbeit und die Rolle ihrer Einrichtungen.

Versand in Papierform auf Bestellung möglich!

Neun strategische Prioritäten für die Weiterentwicklung von LEADER – „Our common future“ 

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Klimaschutz
Natürliche Ressourcen
12 LAGs aus 10 Mitgliedsstaaten erarbeiteten koordiniert durch das österreichische LEADER-forum strategische Ansatzpunkte, um den LEADER-Ansatz zu stärken und seine Rolle als Europas führendes Modell für partizipative, ortsbezogene ländliche Entwicklung zu sichern.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Stärkung von LEADER ist die Erhaltung und Unterstützung der Rolle der Lokalen Aktionsgruppen (LAG) als regionale Vermittlungsorganisationen. Dies bedeutet nicht, dass den LAGs derzeit die Kapazitäten fehlen, diese Rolle zu erfüllen. Vielmehr wird damit anerkannt, dass ihre Fähigkeit, Behörden, private Akteure, die Zivilgesellschaft und unterrepräsentierte ländliche Gruppen miteinander zu verbinden, von stabilen Rahmenbedingungen abhängt. Der Bericht identifiziert ein anhaltendes Dilemma: „Verwaltung vs. Innovation“. Die LAGs sind sich der Verpflichtung zur Einhaltung immer strengerer administrativer Anforderungen sehr bewusst, oft bei sehr begrenzter Personalausstattung (der Durchschnitt aller Mitgliedstaaten liegt bei zwei Personen oder Vollzeitäquivalenten pro LAG) – was zu Spannungen führen kann, die ihre Fähigkeit gefährden, die zentrale Entwicklungsrolle von LEADER zu erfüllen. Vereinfachung, stabile Finanzierung und Personalaufstockung werden als unerlässlich angesehen, um sowohl die Einhaltung der Vorschriften als auch die Innovationsfähigkeit, einschließlich sozialer Innovation, aufrechtzuerhalten.

Podcast #8: Neophyten in der Landwirtschaft

Klimaschutz
Natürliche Ressourcen

Welche Rolle spielen Neophyten in Agrarökosystemen, und welche Herausforderungen bringen invasive Pflanzenarten für die Landwirtschaft mit sich? Darüber spricht Hemma Burger-Scheidlin, Netzwerk Zukunftsraum Land mit Rea Hall, Wissenschaftlerin an der Universität für Bodenkultur Wien.

Im Fokus stehen die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen invasiver Arten auf landwirtschaftliche Flächen sowie ihre Wechselwirkungen mit Biodiversität und Bodenmanagement. Zudem erläutert die Expertin aktuelle Erkenntnisse zum Umgang mit Neophyten und gibt praxisnahe Tipps zur Prävention und Eindämmung.

Weiterführende Informationen finden Sie hier!