1. Juni 2026

Webinar: „Gesellschaftlichen Wandel mitgestalten – Regionale Entwicklungsorganisationen als wichtige Schnittstellen im Transformationsprozess“

Innovation
Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen
Online Veranstaltung
09:00 - 12:00

Hintergrund und Ziele des Webinars

Demografischer Wandel, Klimawandel, digitale Dynamik, geo- und gesellschaftspolitische Spannungen verlangen nach neuen Entwicklungsansätzen. Es gilt dabei nicht nur, die Risiken der „Grand Challenges“ abzufedern, sondern auch die daraus entstehenden Chancen zu erkennen und zu nutzen. Der Weg dorthin führt über gesellschaftlichen Wandel. Dieser umfasst zwar auch technologische Neuentwicklung, zielt aber vor allem darauf ab, dass Menschen Werte, Normen, Strukturen und ihr Handeln verändern. Ein solcher Wandel gelingt weder rein Top-Down durch Regeln, Verordnungen oder Anreizsysteme, noch allein Bottom-up durch engagierte Einzelinitiativen. Es braucht beides – und zwar in abgestimmter und kooperativer Form. Die regionale Ebene hat hier als Nahtstelle an den Schnittpunkten („Intermediär“) besonderes Potenzial: Sie kann große Herausforderungen in den regionalen Kontext übersetzen, lokal passende (place based) Lösungen erproben, diese weiterentwickeln und in die Breite bringen.

In diesem Webinar haben Teilnehmende erfahren,

  • was einen Fokus auf Transformation von bisherigen Entwicklungs- und Innovationsverständnissen unterscheidet
  • was Regionen konkret tun können, um zu gesellschaftlichem Wandel beizutragen
  • welches Set-Up und welche Rahmenbedingungen in Zukunft die Voraussetzungen für transformatives Arbeiten verbessern könnten.

Zum Inhalt

Markus Gruber (convelop) widmete sich der Frage, warum wir nicht mehr (nur) an Innovation, sondern an transformativem Wandel arbeiten sollen und auf welche Weise sich Bundes-, Landes- und regionale Ebene dazu gegenseitig brauchen.

Nach diesem „Big Picture“ zur Transformation öffnete Rita Trattnigg (BMLUK) neue Blickwinkel für die praktische Arbeit, indem sie zeigt, wie man Region als Innovations-Ökos ystem verstehen kann. Dies umfasst neben den relevanten Akteur:innen auch das Gestalten von Dynamiken, Ressourcen und eines neuen Rollenverständnisses.

Michael Fischer (Netzwerk Zukunftsraum Land) schloss hier in seinem Beitrag an und gibt Tipps, wie Regionen neue Handlungs(spiel)räume öffnen, Innovationen verbreiten und ein vielfältiges Projekt-Portfolio in Richtung Transformation navigieren können.

Bereits seit 2001 orientiert sich das Steirische Vulkanland an langfristigen Werten und es wurden Lebenskultur, Lebensraum und Regionalwirtschaft vernetzt entwickelt. Michael Fend und Anna Knaus-Maurer berichteten, wie es der Region gelang, über 25 Jahre ein „Innovations-Ökosystem“ aufzubauen und LEADER, Regionalmanagement sowie Klima- und Energiemodellregionen abgestimmt als Intermediäre im Veränderungsprozess zu positionieren.

Die österreichischen LEADER-Regionen beschäftigen sich derzeit sehr intensiv mit der Frage, wie eine künftige transformativere Rolle für sie aussehen kann und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Ganz im Sinne der Mehrebenen-Zusammenarbeit geschieht dies als kooperativer Prozess zwischen Regionen, Ländern und Bund. Wolfgang Berger (LEADER-forum) und Christian Rosenwirth (BMLUK) gaben Einblicke in den aktuellen Diskussionsstand.

Die Präsentationsunterlagen finden Sie unterhalb.

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