Stakeholder-Forum: Diversifizierung in der Landwirtschaft

Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Natürliche Ressourcen

Branche setzt auf gemeinsame Herkunftsstandards für Gastronomie und Großküchen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der gemeinsame Dialog darüber, wie Herkunft künftig durchgängig, digital unterstützt und für Konsument:innen verständlich abgebildet werden kann – vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zum Teller.

Die Herkunftskennzeichnung ist ein wesentliches Instrument für mehr Transparenz entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette. Sie schafft nachvollziehbare Informationen für Konsument:innen und stärkt gleichzeitig die Sichtbarkeit der heimischen Qualitätsproduktion. „Dafür braucht es Lösungen, die rechtlich abgesichert sind und gleichzeitig im Alltag der Betriebe funktionieren“, betonte Kerstin Thür, die stellvertretende Leiterin der Abteilung Lebensmittel- und Ernährungssysteme im BMLUK.

Einheitliche Daten als Grundlage für Transparenz
In den Fachimpulsen wurde deutlich, dass nachvollziehbare Herkunftskennzeichnung nur auf Basis gemeinsamer Datenstandards möglich ist. Michael Haas, Geschäftsführer der necta Österreich GmbH, stellte mit „NATIV-1“ einen offenen EDV-Standard vor, der Herkunfts- und Verarbeitungsdaten entlang der Lieferkette einheitlich erfassbar machen soll.

Wie diese Informationen zwischen Produzenten, Verarbeitung und Abnehmern weitergeführt werden können, zeigte Christian Nezmah, Geschäftsführer des Bäuerlichen Versorgungsnetzwerks Steiermark. Waldemar Pöchhacker, Geschäftsführer der ja zu nah GmbH, erläuterte anhand des Konzepts „Fairdy“, wie Herkunftsinformationen für Gäste und Konsument:innen verständlich und sichtbar gemacht werden können und vor allem, was die Betriebe davon haben.

Katharina Tidl, Leitung „GUT ZU WISSEN“ unterstrich die Bedeutung klarer und vergleichbarer Kennzeichnungssysteme: „Transparenz entsteht nur dann, wenn Herkunftsinformationen nachvollziehbar, einheitlich und überprüfbar dargestellt werden.“

Breiter Konsens über zentrale Herausforderungen
Die Teilnehmer:innen des 2. Stakeholder-Forums ‚Diversifizierung in der Landwirtschaft‘ sind sich einig: Transparente und nachvollziehbare Herkunftsinformationen entlang der gesamten Lebensmittelkette sind eine zentrale Voraussetzung für Vertrauen, regionale Wertschöpfung und bewusste Konsumentscheidungen. Dafür braucht es gemeinsame, praxistaugliche und digital unterstützte Standards, die von Landwirtschaft, Verarbeitung, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und öffentlicher Beschaffung gemeinsam getragen werden. Einheitliche Datenstrukturen und verständliche Kennzeichnungssysteme sollen künftig dazu beitragen, Herkunft für Betriebe ebenso wie für Konsument:innen transparent und überprüfbar sichtbar zu machen.

„Regionalität braucht nachvollziehbare Herkunft. Transparenz kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette mit gemeinsamen Standards arbeiten“, sagte Markus Hillebrand, Obmann des Netzwerks Kulinarik, in seinen abschließenden Worten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Daniela Morgenbesser, Leiterin der Agrarkommunikation in der Landwirtschaftskammer Niederösterreich sowie Obfrau von Fem Agrar Austria.

 

Foto (v.l.) Kerstin Thür, stellvertretende Leiterin der Abteilung Lebensmittel- und Ernährungssysteme BMLUK; Christian Nezmah, Geschäftsführer BVN; Nicole Prop, Projektleitung „Bildungsinitiative Diversifizierung“ Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik; Michael Haas, Geschäftsführer necta Österreich GmbH; Katharina Tidl, Leitung GUT ZU WISSEN; Waldemar Pöchhacker, Geschäftsführer ja zu nah GmbH und Ferdinand Lembacher, Generalsekretär LK Österreich

Publikation: Factsheet zur Weidewirtschaft in Österreich

Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Natürliche Ressourcen

Das neue Factsheet zur Weidewirtschaft in Österreich zeigt eindrucksvoll, welche zentrale Rolle Weidehaltung für Landwirtschaft, Umwelt und Kulturlandschaft spielt. Gerade in Österreich prägen Weiden und Almen seit Jahrhunderten das Landschaftsbild und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln. Weidewirtschaft bedeutet dabei weit mehr als Tierhaltung im Freien: Sie verbindet traditionelle Bewirtschaftungsformen mit modernen Anforderungen an Klimaschutz, Biodiversität und Tierwohl.

Das Factsheet beleuchtet die vielfältigen Chancen einer nachhaltigen Weidewirtschaft. Durch die Beweidung bleiben Grünlandflächen erhalten, wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten werden geschützt und die Bodenfruchtbarkeit kann langfristig gesichert werden. Gleichzeitig gewinnt die Weidehaltung auch gesellschaftlich zunehmend an Bedeutung, da Konsumentinnen und Konsumenten verstärkt auf regionale Produktion, Tierwohl und nachhaltige Landwirtschaft achten.

Gleichzeitig stehen viele Betriebe vor großen Herausforderungen. Klimawandel, Trockenperioden, schwierige Flächenbedingungen und wirtschaftlicher Druck verlangen neue Lösungen und innovative Konzepte.

Mit dem Factsheet liefert Netzwerk Zukunftsraum Land kompakte und verständliche Informationen zu einem Thema, das für die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft von großer Bedeutung ist. Die Unterlage bietet einen wertvollen Überblick und zeigt auf, wie nachhaltige Bewirtschaftung auch künftig einen wichtigen Beitrag für lebenswerte ländliche Regionen leisten kann.

Nachlese: „Lebensraum Weide: Vielfalt durch Hutweiden und beweidete Agroforstsysteme“

Klimaschutz
Lebensmittelversorgung
Natürliche Ressourcen

Das Webinar „Lebensraum Weide: Vielfalt durch Hutweiden und beweidete Agroforstsysteme“ vom 30. April 2026 widmete sich umfassend den ökologischen, landwirtschaftlichen und politischen Aspekten naturschutzorientierter Beweidung. Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und machten deutlich, dass extensive Weidesysteme eine zentrale Rolle für den Erhalt der Artenvielfalt, Landschaftspflege und nachhaltige Landnutzung spielen.

Zu Beginn stellte Jörn Buse vom Nationalpark Schwarzwald die grundlegenden Prinzipien naturnaher Beweidung vor. Große Pflanzenfresser formen durch Fraß, Tritt und Dung die Landschaft und schaffen vielfältige Mikrohabitate. Besonders wichtig sind dabei große, zusammenhängende Flächen, eine geringe Besatzdichte sowie eine ganzjährige Beweidung ohne Zufütterung und ohne Einsatz von Entwurmungsmitteln, um natürliche Stoffkreisläufe zu erhalten. Buse betonte, dass unterschiedliche Tierarten und Rassen spezifische Effekte auf die Vegetation haben. Beweidung führt im Vergleich zu Mahd oder Brache meist zu artenreicheren Flächen, wobei insbesondere Winterbeweidung positive Effekte auf Kräuter haben kann. Auch die Bedeutung von Dung als Lebensraum für zahlreiche Insektenarten wurde hervorgehoben, wobei viele dieser Arten inzwischen stark gefährdet sind. Entscheidend für ihren Erhalt ist eine langfristige Beweidung der gleichen Fläche sowie ausreichend große, vernetzte Flächen.

Thomas Neudorfer, BMLUK, erläuterte anschließend die agrarpolitischen Rahmenbedingungen, insbesondere im Kontext der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Er ging auf Förderlogiken wie das Pro-rata-System ein, das nur tatsächlich futterfähige Flächen berücksichtigt und strukturelle Elemente wie Gehölze oder Steine ausschließt. Dies steht teilweise im Spannungsfeld mit Biodiversitätszielen, da gerade strukturreiche Flächen ökologisch wertvoll sind. In Österreich spielen Almweiden eine zentrale Rolle, während sich gleichzeitig durch Klimawandel und wirtschaftlichen Druck Nutzungsänderungen ergeben. Förderprogramme wie das Österreichische Agrarumweltprogramm ÖPUL unterstützen extensive Beweidung, doch bleiben wirtschaftliche Herausforderungen und bürokratische Hürden bestehen.

Im Beitrag von Walter Starz von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein standen praktische Weidestrategien im Fokus. Er betonte, dass vor allem der Fraß – nicht der Tritt – die Vegetation prägt. Grünland sei auf Nutzung angewiesen, da es sonst verbusche. Unterschiedliche Tierarten können gezielt zur Steuerung der Vegetation eingesetzt werden, etwa um Strauchaufwuchs zu reduzieren. Ein zentrales Element ist die gelenkte Weideführung, beispielsweise durch Koppelsysteme, die eine gleichmäßige Nutzung von Flächen und ausreichende Ruhephasen für Pflanzen ermöglichen. Auch die Bedeutung eines angepassten Weidezeitpunkts wurde hervorgehoben.

Wolfgang Angeringer von der Landwirtschaftskammer Steiermark präsentierte Ergebnisse aus dem Projekt „Weideinnovationen“. Anhand von Praxisbeispielen zeigte er, wie Beweidung auch auf schwierigen Standorten wie Steilflächen erfolgreich umgesetzt werden kann. Durch geeignete Koppelgrößen und angepasste Beweidung lassen sich Erosion vermeiden und stabile Grasnarben entwickeln. Wichtig ist dabei auch, natürliche Prozesse zuzulassen, etwa die Zersetzung von Dung durch Insekten, anstatt Flächen mechanisch nachzubehandeln.

Ein konkretes Praxisbeispiel lieferten Andreas und Carmen Petutschnig, die auf ihrem Betrieb in Kärnten Ziegenhaltung betreiben. Sie zeigten, wie Beweidung zur Pflege von Naturschutzflächen beitragen kann, indem unerwünschte Pflanzen zurückgedrängt und strukturreiche Landschaften erhalten werden. Die Kombination verschiedener Tierarten sowie eine gezielte Weideführung ermöglichen eine effiziente Nutzung landwirtschaftlicher Flächen. In Kombination mit Direktvermarktung und Bewirtschaftung mit landwirtschaftlichen Partnerbetrieb konnten sie so einen rentablen Betrieb aufbauen.

Das Thema Agroforstsysteme wurde von Theresia Markut vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) vorgestellt. Solche Systeme bieten zahlreiche ökologische Vorteile, darunter erhöhte Biodiversität, verbessertes Mikroklima, Erosionsschutz und Kohlenstoffbindung. Traditionelle Formen wie Streuobstwiesen oder Waldweiden wurden ebenso diskutiert wie moderne Ansätze, etwa Reihenpflanzungen (Alley Cropping). Agroforstsysteme können zudem zusätzliche Futterquellen erschließen, etwa durch Laubnutzung.

Ein weiteres Praxisbeispiel brachte Claudia Sperl, die ihren Betrieb in der Steiermark vorstellte. Sie kombiniert Milchviehhaltung mit Agroforst-Elementen wie Streuobstwiesen und Waldweiden. Diese lange erprobten Systeme tragen nicht nur zum Erhalt der Artenvielfalt bei, sondern verbessern auch Tierwohl und Klimaresilienz, etwa durch Schutz der Tiere vor intensiver Sonneneinstrahlung oder sichereren Wasserzugang. Gleichzeitig machte sie auf bestehende Probleme aufmerksam, insbesondere die mangelnde Förderfähigkeit von Waldweiden trotz ihres ökologischen Wertes.

In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass extensive Weidehaltung sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Neben ökologischen Vorteilen stehen wirtschaftliche Zwänge, rechtliche Einschränkungen und gesellschaftliche Erwartungen. Themen wie Wolfsschutz, Arbeitsaufwand, Förderpolitik und Vermarktung wurden intensiv diskutiert. Einigkeit bestand darin, dass funktionierende Weidesysteme erhalten und weiterentwickelt werden müssen, anstatt sie durch neue Strukturen zu ersetzen – und neue Systeme dort zu entwickeln, wo sich Rahmenbedingungen geändert haben. Zudem wurde betont, dass eine stärkere gesellschaftliche Wertschätzung sowie innovative Geschäftsmodelle notwendig sind, um Weidewirtschaft langfristig tragfähig zu machen. Ob Fördermodelle stärker regional differenziert und besser auf naturschutzfachliche Ziele abgestimmt werden können, wurde ebenso thematisiert.

WEIN/4-Festival präsentiert internationales feministisches Kunstwerk SOLANGE

Geschlechtergleichstellung

Nach Innsbruck, Salzburg, Linz, Wien, Klagenfurt, Bad Ischl, Washington, Orléans, Ljubljana, Rabat, Köln, Bern, Düsseldorf und zahlreichen weiteren Städten kam auf Einladung des WEIN/4-Festival 2026 eines der unübersehbaren Kunstwerke ins Weinviertel. Die Künstlerin Katharina Cibulka stickte mit pinkem Tüll im traditionellen Kreuzstich in meterhohen Buchstaben einen SOLANGE-Satz auf das Gerüstnetz an der Westfassade des Siloturms der Hasitschka Agarhandel GmbH in Raasdorf bei Wien.

SOLANGE ist ein internationales partizipatives Kunstprojekt im öffentlichen Raum. Durch die
überdimensionalen, mit pinkem Tüll im Kreuzstich applizierten Statements wird auf
gesellschaftspolitische Missstände aufmerksam gemacht. Jeder Satz beginnt mit „Solange …“
und endet mit „… bin ich Feminist:in“. Das Spannungsfeld entsteht aus der Dynamik zwischen
traditionell weiblich konnotiertem Handwerk und Männer-dominierter Baustelle.

Seit dem Start des Projekts 2018 realisierte Katharina Cibulka mit ihrem Team 34 Installationen
weltweit in neun Ländern und sechs Sprachen sowie zwei Dialekten, die stets große Aufmerksamkeit generiert haben. Mit der Umsetzung des Kunstwerks im Rahmen des WEIN/4-Festivals 2026 trägt die Künstlerin ein kraftvolles Statement in die Öffentlichkeit und will damit langfristig positive Impulse setzen. Jeder Installation geht ein partizipativer Prozess vor Ort voran.

Den Auftakt für den Beteiligungsprozess bildete am 4. März ein Workshop der Künstlerin mit rund 100 Schüler:innen des BG/BRG Groß-Enzersdorf, die ihre eigenen SOLANGE-Sätze auf vorgefertigte Postkarten schrieben. Auch Markus Dietrich vom Jugendtreff Outback in Wolkersdorf nahm am Workshop teil und verteilte die SOLANGE-Karten an interessierte Mitglieder. In den partizipativen Prozess eingebunden waren ebenfalls die Bäuerinnen aus der Region Gänserndorf. Alle Interessierten waren auch online bis Ende März 2026 eingeladen, ihre persönlichen SOLANGE-Sätze zu übermitteln.

Mit rund 200 Einsendungen war die Resonanz sehr groß. Die Spannweite der Themen reichte dabei von geschlechtsspezifischen Stereotypen beim Sport („Solange ich tanzen gehen soll und nicht Fußball spielen …“) oder beim Beruf („Solange nur mein Bruder gefragt wird, ob er den Betrieb  übernehmen will …“) über Belästigung von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum („Solange ich bei der Schuhwahl überlegen muss, ob ich wegrennen kann …“) bis hin zu landwirtschaftlichen Themen.

Am 05. Mai war es soweit und der Siegersatz wurde enthüllt:

2026 wurde von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Jahr der Bäuerin“ erklärt. Ziel ist es, die wichtige Rolle von Frauen in der weltweiten Land- und Ernährungswirtschaft sichtbarer zu machen, ihre Leistungen anzuerkennen und ihre Stärkung sowie Gleichberechtigung zu fördern. Mit Blick auf dieses Jahresthema und den sehr speziellen Installationsort, den die Familie Hasitschka dankenswerterweise mit der Westfassade ihres Siloturms in Raasdorf dem Kunstprojekt zur Verfügung stellt, lag die Entscheidung nahe, die Bäuerinnen in den Fokus des 35. SOLANGE-Satzes zu nehmen.

 

 

Was macht ländliche Gebiete attraktiv – und was muss verbessert werden?

Lebensqualität

Diese kurzen Umfragen tragen dazu bei, die Stimmen der Gemeinschaft in die laufenden Diskussionen einzubringen und die Arbeit des Rural Pact bei der Ermittlung von Prioritäten, Herausforderungen und Chancen für ländliche Gebiete in ganz Europa zu unterstützen:

Die aktuelle, anonyme Community-Umfrage dauert ca. 2 Minuten und befasst sich mit der Frage: Was macht ländliche Gebiete attraktiv zum Leben, Arbeiten und für die Zukunftsgestaltung?

Das Thema Attraktivität des ländlichen Raums ist eng mit den breiteren Diskussionen über den demografischen Wandel, die Bindung von Fachkräften und die Lebensqualität im ländlichen Raum verknüpft. Jüngste Erkenntnisse der OECD, die im Rahmen des Rural Pact hervorgehoben wurden, unterstreichen die Bedeutung integrierter Ansätze, die wirtschaftliche Chancen, Dienstleistungen, Vernetzung und lokale Ressourcen kombinieren, um lebendige ländliche Gemeinschaften zu fördern.

JETZT NOCH BIS ZUM 20. MAI TEILNEHMEN!

EU GAP-Netzwerk – aktuelle Veranstaltungen

Unkategorisiert

Das Netzwerk dient als Forum für den Wissens- und Informationsaustausch zwischen nationalen GAP-Netzwerken, Organisationen, Verwaltungen, Forscher:innen, Unternehmer:innen und Anwender:innen (z. B. durch Peer-to-Peer-Learning und bewährte Praktiken) in den Bereichen Landwirtschaft und Politik für den ländlichen Raum.

Das EU GAP-Netzwerk hält regelmäßig Workshops, Working Groups, Seminare u.a. zu aktuellen Themen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab, zu denen Vertreter:innen aus allen Mitgliedsstaaten herzlich eingeladen sind. Von diesem regelmäßigen Austausch profitieren alle Teilnehmenden.

Für diese Veranstaltungen können Sie sich noch anmelden 
Fourth Ruractive Forum

Das vierte Treffen des RURACTIVE-Forums markiert die letzte Phase des politischen Dialogprozesses des Projekts und konzentriert sich auf die Präsentation, Diskussion und Validierung der konsolidierten politischen Empfehlungen, die im Verlauf der Forumsaktivitäten entwickelt wurden. Aufbauend auf den vorherigen Sitzungen im Februar und November 2025 sowie April 2026 bietet diese Sitzung einen Raum für ländliche Praktiker, politische Entscheidungsträger:innen, Expert:innen und europäische Netzwerke, um die vorgeschlagenen politischen Empfehlungen zu überprüfen und zu validieren, die auf territorialen Erfahrungen und der Arbeit der Rural Development Drivers (RDDs) basieren.

Termin:

  • 30.06.2026 online

Anmeldung bis 29.06.2026

Weitere Informationen und Anmeldung

Policy Lab Stärkung einer diversifizierten ländlichen Wirtschaft im Zeitraum nach 2027

Die Vorschläge der Europäischen Kommission für den EU-Haushalt 2028–2034, veröffentlicht am 16. Juli 2025, bringen eine grundlegende Veränderung in der Architektur der EU-Finanzierung mit sich. Im neuen Rahmen würden Förderinstrumente und Politiken unter gemeinsamer Verwaltung – einschließlich ländlicher Entwicklung – in einem einheitlichen Nationalen und Regionalen Partnerschaftsplan (NRPP) pro Mitgliedstaat zusammengeführt, der durch einen übergeordneten Fonds finanziert wird. Dieser neue Ansatz zielt darauf ab, die Koordination und Synergien zwischen Politikbereichen und Governance-Ebenen zu stärken und integriertere Maßnahmen über Sektoren und Governance-Ebenen hinweg zu fördern, einschließlich ländlicher Gebiete.

Die Stärkung der ländlichen Wirtschaft spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union. Die zukünftige Vitalität ländlicher Gebiete wird nicht nur von der Landwirtschaft abhängen, sondern auch davon, die Bedingungen zu schaffen, damit ländliche Unternehmen und lokale Wirtschaften sich an demografische Veränderungen, den grünen und digitalen Übergang, sich wandelnde Arbeitsmarktbedürfnisse und wachsende geopolitische Belastungen anpassen können. Dazu gehört die Maximierung des Potenzials von Sektoren, die mit und darüber hinaus der Landwirtschaft verbunden sind, wie Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien, Tourismus und Sozialwirtschaft.

Ländliche Gebiete haben ein erhebliches Potenzial, Arbeitsplätze zu schaffen, Talente zu halten und ihre Attraktivität in einer Vielzahl von Sektoren zu steigern, wodurch sie zu den weiteren wirtschaftlichen Ambitionen der EU beitragen. Die zukünftigen NRPPs, zusammen mit dem vorgeschlagenen 10%-Ziel für ländliche Regionen, bieten den Mitgliedstaaten und Regionen eine wichtige Gelegenheit, Maßnahmen, Investitionen und Reformen zu entwerfen, die dieses Potenzial freisetzen und ländliche Gebiete widerstandsfähiger, wettbewerbsfähiger und attraktiver zum Leben und Arbeiten machen.

Termin:

  • 29.09. – 01.10.2026 in Kotka (Finland) 

Anmeldung bis 24. Juli 2026

Weitere Informationen und Anmeldung

Weitere bevorstehende Veranstaltungen
Derzeit keine weiteren Veranstaltungen

Biodiversitäts- botschafter:innen 2026

Innovation
Klimaschutz
Lebensqualität
Natürliche Ressourcen

In der fünften Runde des Projekts Farming for Nature Österreich wählt die Fachjury erneut fünf besonders engagierte Bäuerinnen und Bauern zu Biodiversitäts-Botschaftern. Bei Betriebsbesuchen und Veranstaltungen geben sie einem breiten Publikum Einblick in ihre biodiversitätsfördernde Arbeitsweise. Denn Landwirtschaft und Biodiversität gehören gemeinsam gedacht und gemacht.

Österreichweit wurden dieses Jahr 46 Bäuerinnen und Bauern als mögliche Biodiversitäts-Botschafter:innen nominiert. Eine Fachjury hat nun fünf Botschafterinnen und Botschafter für das Jahr 2026 ausgewählt:

Silvia Fruhmann bewirtschaftet einen 27 ha großen Biobetrieb im Mittelburgenland. Das Herzstück ihres Betriebs ist der 2 ha große Gemüseanbau.

Carmen Petutschnig-Erschen aus Kärnten führt einen knapp 100 ha großen Biobetrieb. Auf dem Hof werden Ziegenmilchprodukte produziert, Strohschweine gemästet und Pilze gezüchtet.

Michael Halbfurter aus Osttirol betreibt einen Biohof mit 30 ha Fläche in vielfältiger Fruchtfolge. Besonders spannend: auf 5 ha Ackerland wird Hanf angebaut.

Alois Kiegerl aus der Weststeiermark bewirtschaftet einen Biobetrieb mit rund 48 ha Dauergrünland. Der Betriebsschwerpunkt liegt auf der Murbodner-Zucht sowie der Direktvermarktung vom Fleisch.

Irene Lüdemann aus Niederösterreich hat sich auf den Anbau von verschiedensten alten, regionalen Getreide-Raritäten auf 10 ha Ackerfläche spezialisiert.

“Die extreme Trockenheit diesen Frühling zeigt, dass die österreichische Landwirtschaft stark vom Klimawandel betroffen ist und wir landwirtschaftliche Praktiken neu denken müssen. Genau das tun unsere Biodiversitäts-Botschafter:innen und sind somit Vorreiter einer nachhaltigen Landwirtschaft. Sie zeigen auch, dass eine erfolgreiche Klimawandel-Anpassung Hand in Hand mit dem Schutz von Biodiversität geht”, sagt Projektkoordinatorin Johann Frangež. Kriterien für die Auswahl sind insbesondere, dass die Betriebe ökologisch wie ökonomisch nachhaltige Landwirtschaft betreiben, sie einen wesentlichen Beitrag für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität auf ihrem Betrieb leisten und bereit sind, ihr Wissen zu teilen.

Die Wahl der Biodiversitäts-Botschafter:innen geht dieses Jahr bereits in die fünfte Runde. Seit Projektstart wurden in Österreich aus einem Pool von 140 Teilnehmenden 25 Bäuerinnen und Bauern gewählt. Im Zuge des Projekts Farming for Nature Österreich vermitteln sie ihre Geschichte und ihr praktisches Wissen zu Landwirtschaft und Biodiversität an interessierte Menschen und Kolleg:innen. “Unsere Botschafter:innen setzen sich am eigenen Betrieb – und darüber hinaus – aktiv für die Natur ein. Mit ihren innovativen Ansätzen zeigen sie, wie man Vielfalt am Bauernhof fördert”, so Frangež.

Im Sommer werden die ausgewählten Betriebe von einem Filmteam besucht. Anhand der auf der Projektwebseite vorgestellten Kurzvideos kann die breite Öffentlichkeit anschließend ihre Lieblingsgeschichte auswählen. Bei Bauerhofspaziergängen und Küchentischgesprächen geben die Biodiversitäts-Botschafter:innen zudem Einblick in ihre Wirtschaftsweise.

BMLUK Kompetenzzentrum Gemeinden ab 4. Mai online verfügbar!

Unkategorisiert

Ab 4. Mai geht das BMLUK Kompetenzzentrum Gemeinden mit seiner Landingpage info-gemeinden.at online und steht als zentrale Anlaufstelle für Gemeindeangelegenheiten in den Bereichen Land-, Forst-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft sowie Umwelt- und Klimaschutz und Biodiversität zur Verfügung – kooperativ, koordinierend und praxisorientiert. Gemeinden werden von Angeboten und Services des BMLUK zur Stärkung ihrer Gemeinde profitieren.

  • Gemeinde-Hotline 0800 190 166
  • Lernen von guten Beispielen heimischer Pioniere
  • Überblick über die Förderangebote des BMLUK
  • österreichweite Exkursionen zur Orts- und Stadtkernstärkung

Mit der monatlichen Gemeinde-Info online – „Halb Zehn im BMLUK“ bleiben Bürgermeister:innen und Amtsleitungen laufend über aktuelle Themen informiert. Die Einladung dazu ist bereits an alle Bürgermeister:innen ergangen.

Nachbericht zur Thematic Group ‘Unlocking the Potential of Cooperation’

Innovation
Klimaschutz
Lebensmittelversorgung

Kooperationen spielen eine zentrale Rolle für die Zukunftsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund widmete sich die Thematic Group (TG) des EU CAP Netzwerks dem Thema „Unlocking the Potential of Cooperation“ und veröffentlichte im April 2026 ihre wichtigsten Ergebnisse. Die Arbeiten der Thematic Group bauten unmittelbar auf den Erkenntnissen der Thematic Group on Economic Vulnerability of Farming auf, die bereits zentrale Herausforderungen für landwirtschaftliche Betriebe identifiziert hatte.

Das Treffen der Thematic Group fand am 11. Dezember 2025 in Brüssel statt. Die Gruppe setzte sich aus Expertinnen und Experten aus zahlreichen EU‑Mitgliedstaaten sowie aus Organisationen, Verbänden und Beratungsstrukturen zusammen. Diese Vielfalt an Perspektiven ermöglichte eine umfassende Analyse der Potenziale und Hemmnisse von Kooperationen im europäischen Agrarsektor und die Rolle und Potentiale der GAP, um diese zu unterstützen. Es zeigte sich, dass in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Kooperationen in einer Vielzahl von Varianten umgesetzt werden. Diskutierte Beispiele umfassten Erzeugerorganisationen, Genossenschaften, oder gemeinschaftlich getätigte Investitionen beispielsweise in Verarbeitungsstrukturen sowie vertikale Kooperationen zwischen landwirtschaftlichen Betrieben.

Strukturelle Bedingungen für den Erfolg von Kooperationen

Im Rahmen der Thematic Group wurden mehrere strukturelle Bedingungen identifiziert, die erfüllt sein müssen, damit Kooperationen nachhaltig erfolgreich sein können. Dazu zählen ein dedizierter, agiler Entwicklungspfad für landwirtschaftliche Genossenschaften – unabhängig von Größe oder Standort –, zertifizierte und gut ausgebildete Beratungsdienste sowie ein One‑Stop‑Shop, der Beratung, Training, Coaching, Mentoring und Wissensaustausch bündelt. Ebenso wichtig sind ein förderliches politisches Umfeld mit erweiterten Instrumenten der Gemeinsamen-Markt-Ordnung, die Anerkennung EU‑weiter Organisationen und flexible Investitionsmechanismen. In diesem Zusammenhang betonte die Thematic Group die hohe Relevanz der Vielfalt der landwirtschaftlichen Betriebe in der Europäischen Union und die besondere Bedeutung von Kooperationen für die Resilienz kleinerer Betriebe sowie die Stärkung kurzer Versorgungsketten, um Produzentinnen und Produzenten und Konsumentinnen und Konsumenten enger zu verbinden.

Zentrale Handlungsfelder entlang des Kooperationsprozesses

Die Thematic Group identifizierte mehrere zentrale Handlungsfelder entlang des gesamten Kooperationsprozesses. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Kommunikation und Einbindung der Landwirtinnen und Landwirte, und hier insbesondere auf der Verbreitung guter Praxis-Beispiele, dem Aufbau von Datenbanken mit bestehenden Erzeugerorganisationen sowie der Förderung von Peer‑Learning. Demonstrationsbetriebe sollen erfolgreiche Projekte sichtbar machen und weitere Betriebe zur Umsetzung motivieren.

Ein weiteres wesentliches Feld ist der Kapazitätenauf- und ausbau im Bereich der Beratung und Forschung. Die Ttematic Group hob die Bedeutung enger Partnerschaften zwischen Forschung, Beratung und Praxis hervor. Neu gegründete Kooperativen sollen gezielt durch Training, Mentoring, rechtliche Unterstützung und Governance‑Weiterbildung (Verwaltung innerhalb der Kooperationen) begleitet werden. Themen wie Transparenz, Konfliktmanagement, Soft Skills und Vertrauensbildung gelten als entscheidend für eine stabile Organisationsentwicklung.

Auch Finanzierung und Risikomanagement spielen eine zentrale Rolle. Die Thematic Group empfiehlt, den Zugang zu Krediten zu verbessern, Risiken stärker gemeinsam zu tragen und Investitionen in bauliche Infrastruktur, Verarbeitung und Marketing zu erleichtern. Innovative Finanzierungsmodelle – etwa gemeinschaftliche Investitionen oder urbane Unterstützungsmodelle – können zusätzliche Impulse setzen.

Fazit und Schlussfolgerungen

Abschließend betonte die Thematic Group die große Bedeutung geeigneter politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen. Dazu gehören klare rechtliche Rahmenbedingungen, eine stärkere Einbindung von LAGs in frühen Entwicklungsphasen sowie die Nutzung von Ergebnisindikatoren und blended finance, um Kooperationen langfristig zu stärken und ihre Wirkung sichtbar zu machen.

Insgesamt zeigt die Thematic Group eindrucksvoll, dass gezielte Unterstützung, geeignete Rahmenbedingungen und starke Partnerschaften entscheidend sind, um das volle Potenzial von Kooperationen für eine widerstandsfähige europäische Landwirtschaft zu erschließen.

Der Ergebnisbericht in Form eines Fact-Sheets kann hier abgerufen werden: Unlocking the Potential of Cooperation – Key outcomes of the Thematic Group | EU CAP Network

Weiters verfügbar sind eine Beispielsammlung für erfolgreiche Umsetzungen von Kooperationen in der europäischen Landwirtschaft (Examples of cooperation among farmers to support businesses’ income and resilience | EU CAP Network)
sowie abgeleitete Empfehlungen zu Maßnahmen, um Kooperationen in der Landwirtschaft zu fördern (Promoting cooperation amongst farmers | EU CAP Network).

Rückblick auf den EU-GAP-Netzwerk-Workshop: Lernen von österreichischen Best Practices

Lebensqualität

Über 80 Teilnehmende aus 20 Mitgliedstaaten der EU, darunter über 20 Landwirtinnen und Landwirte, tauschten ihre Erfahrungen aus und besichtigten österreichische Erfolgsbeispiele. 

Alternative Kulturpflanzen spielen bei der Lebensmittelerzeugung noch immer eine untergeordnete Rolle, obwohl sie viel Potenzial für die klimaangepasste Diversifizierung der Anbausysteme und für neue Marktchancen und Einkommensquellen bergen. Der zweitägige Workshop zielte darauf ab, praktische Erfahrungen und innovative Ansätze zu teilen, wie die landwirtschaftliche Produktion in den europäischen Regionen mit klimaresilienten Alternativkulturen gestärkt und sozioökonomisch widerstandsfähiger werden kann. 

Im österreichischen Innovationsökosystem gibt es herausragende Operationelle Gruppen und andere fortschrittliche Projekte für den Anbau, die Verarbeitung und die Vermarktung innovativer Produkte aus Alternativkulturen. Wir haben deshalb Österreich als den idealen Veranstaltungsort für diesen Workshop ausgewählt.“  (Pacome Eyenga, Team Leader Support Facility for Innovation & Knowledge Exchange im EU GAP Netzwerk)

Der erste Tag widmete sich Keynotes und Podiumsdiskussionen über den Anbau von Eiweißpflanzen im Klimawandel sowie der Wissensvermittlung. Zudem wurden Strategien erörtert, um den Flächenanteil alternativer Kulturen zu erhöhen. Am Nachmittag fanden Exkursionen zu vier österreichischen Best Practices im Weinviertel statt. Das Netzwerk Zukunftsraum Land hat bei der Auswahl und Organisation der besichtigen Projekte unterstützt:

  • Neuland.Bio (Raggersdorf): ist ein innovativer Bio-Landwirtschaftsbetrieb, der Pionierarbeit in der Erdnussproduktion in Österreich leistet. Wegen Klimawandel und Trockenheit begann der Betrieb 2016 mit dem Anbau von Bio-Erdnüssen, die direkt am Hof zu Bio-Erdnussbutter und Bio-Erdnussöl weiterverarbeitet werden.
  • Genusskoarl (Wolkersdorf): nimmt eine Vorreiterrolle bei der Verarbeitung regionaler, pflanzlicher Bio-Rohstoffe zu innovativen, geschmacksintensiven Produkten wie Würzsaucen und Miso ein. Das Unternehmen verbindet Tradition mit modernen kulinarischen Trends und legt Wert auf kreatives Produktdesign.
  • ÖsterReis (Gerasdorf): ist ein wegweisender österreichischer Landwirtschaftsbetrieb, der zeigt, wie der Reisanbau als klimafreundliche Alternative erfolgreich an die österreichischen Bedingungen angepasst werden kann. Der Betrieb baut Reis nach dem Trockenanbausystem an und verarbeitet ihn zu Reismehl, Kleie und Reisbier. 
  • Das Projekt KICAT (Förderung des Kichererbsenanbaus als trockenstresstolerante, proteinhaltige Alternativkultur in Österreich) der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (AGES) untersucht das Potenzial der Kichererbse als klimaresistente Kulturpflanze. In Feldversuchen werden Erkenntnisse zu diversen Sorten, Pflanzengesundheit, Qualitätseigenschaften und Ertragsstabilität gewonnen und verbreitet.

 

Am zweiten Workshop-Tag wurden Herausforderungen und Lösungsansätze für die Entwicklung erfolgreicher Vermarktungsstrategien für alternative Kulturen diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen des Marktzugangs, des Aufbaus von Wertschöpfungsketten sowie die Rolle von Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung, Forschung und Handel. In interaktiven Sessions erarbeiteten die Teilnehmenden, wie hier die Zusammenarbeit in unterschiedlichen Regionen weiter gestärkt werden kann, insbesondere unter Berücksichtigung regionaler Rahmenbedingungen für Anbau, Verarbeitung und Vermarktung.

Der Workshop machte insgesamt deutlich, dass alternative Kulturen nicht nur eine wichtige Antwort auf den Klimawandel darstellen, sondern auch neue wirtschaftliche Chancen für landwirtschaftliche Betriebe eröffnen können. Die vorgestellten österreichischen Beispiele zeigten eindrucksvoll, wie Innovation, Forschung und unternehmerischer Mut bereits heute erfolgreich zusammenspielen. Die Teilnehmenden nahmen wertvolle Impulse, neue Kontakte und konkrete Ideen für die Umsetzung in ihren jeweiligen Regionen mit – mit dem gemeinsamen Ziel, die Diversifizierung der europäischen Landwirtschaft weiter voranzubringen und ihre Widerstandsfähigkeit nachhaltig zu stärken.